Ausbildung im Kreis Viersen Mehr Schüler bei „Check-in Berufswelt“

Viersen · Deutlich mehr Schüler als in den Vorjahren nahmen an der Ausbildungsplatzaktion „Check-in Berufswelt“ im Kreis Viersen teil. 13 Schulen wurden jetzt für ihr Engagement ausgezeichnet.

In der Anne-Frank-Gesamtschule in Viersen wurden die Vertreter von 13 Schulen geehrt, die sich bei „Check-in Berufswelt“ besonders engagieren.

In der Anne-Frank-Gesamtschule in Viersen wurden die Vertreter von 13 Schulen geehrt, die sich bei „Check-in Berufswelt“ besonders engagieren.

Foto: Check In

Insgesamt 3439 Schüler haben in diesem Jahr die Angebote der „Check-In Berufswelt“ im Kreis Viersen, dem Kreis Neuss sowie den Städten Krefeld und Mönchengladbach genutzt. 204 Ausbildungsbetriebe öffneten ihre Türen und gaben den Jugendlichen die Möglichkeit, in die unterschiedlichsten Berufe und deren Ausbildungsmöglichkeiten oder duale Studiengänge hinein zu schnuppern. „Damit haben wir noch nicht die Zahlen erreicht, die wir vor den beiden Corona-geprägten Jahren hatten, aber wir sind auf den Weg dorthin“, sagte Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer IHK Mittlerer Niederrhein beim Bilanzgespräch der Aktion. In den Jahren vor 2020 lag die Zahl bei mehr als 4000 Schülern.

Im Kreis Viersen waren es aktuell 651 Schüler, die bei 43 Ausbildungsbetrieben schnupperten. Was die Organisatoren freute, war die große Zahl der Schulen im Kreis, die sich in besonderer Weise für die Aktion engagieren. Es waren gleich 13 Schulen, die einen Check-in-Schulbeauftragten haben, ihre Schulhomepage mit den entsprechenden Seiten des Angebotes verlinken, für die Teilnahme werben und nicht zuletzt die Schüler für den eigentlichen Veranstaltungstag freistellen. wurden mit Urkunden und Plaketten ausgezeichnet, weil sie sich in besonderer Weise bei der Vorbereitung und Durchführung der Check in Berufswelt 2022 engagiert hatten. Folgende Schulen wurden mit Urkunden und Plaketten für ihr Engagement ausgezeichnet: die Anne-Frank-Gesamtschule Viersen, die Gesamtschule Nettetal, das Werner-Jaeger-Gymnasium Nettetal, die GHS Schwalmtal, die Realschule an der Josefskirche in Viersen, die Johannes-Kepler-Realschule in Viersen-Süchteln, das Weiterbildungskolleg Linker Niederrhein und das Berufskolleg Viersen, die Janusz-Korczak-Realschule in Schwalmtal, das Rhein Maas Berufskolleg, das Michael-Ende-Gymnasium und die Rupert-Neudeck-Gesamtschule.

Steinmetz betonte, dass man diesen für das Engagement danken wolle und auf der anderen Seite auch den Unternehmen dankbar sei, dass sie sich durch das Öffnen ihrer Türen ebenso einbringen würden. „Wir haben viele kleine und mittelständische Unternehmen im Kreis Viersen, die höchst engagiert ausbilden. Auch diese möchten wir für die kommenden Berufswelten gewinnen“, blickte Schirmherr Landrat Andreas Coenen (CDU) in die Zukunft der Veranstaltung, die es seit nunmehr 13 Jahren gibt. Man müsse rausgehen und die jungen Menschen abholen, fügte Coenen an.

„Wir haben nicht nur mit einem Fachkräftemangel im Handwerk zu kämpfen, sondern auch ein Problem, das die Betriebsübergaben betrifft“, berichtete Klaus Koralewski, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. In den kommenden Jahren würden 5000 Betriebe übergeben. Daher werde dringend Nachwuchs benötigt. Koralewski hob hervor, dass das Handwerk nicht nur sein Image verbessern, sondern sich bei den jungen Menschen bewerben müsse. Es sei wichtig, Mädchen für das Handwerk zu begeistern. „Check-In-Berufswelt ist ein wichtiges Hilfsmittel, mit dem wir jungen Menschen Einblicke in die Praxis geben und Hemmschwellen abbauen können. Es gibt nicht nur den Mainstream in Sachen Berufe, sondern spannende, exotische Berufe, die vielen gar nicht bekannt sind“, betonte Edgar Lapp, Koordinator Übergang Schule/Beruf der Agentur für Arbeit. Check-In-Berufswelt helfe, über die Berufsvielfalt zu informieren. Das konnten auch Charlotte und Leonie vom Michael-Ende-Gymnasium bestätigen. Die beiden Schülerinnen besuchten die Open- Air-Veranstaltung in Viersen, bei der  sich gleich mehrere Ausbildungsbetriebe mit rund 40 Ausbildungsberufen und 25 dualen Studiengängen präsentierten. Beide sprachen von neuen Einblicken und im Hinblick auf die dualen Studienangebote von Möglichkeiten, die sie noch gar nicht auf dem Schirm gehabt hätten.    

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