Martinsmarkt mit rund 70 Ständen und tausenden Besuchern in Viersen in der Innenstadt

Markt in Viersen: St. Martin lockt nach Viersen

Tausende Besucher verzeichnete der Martinsmarkt in der Viersener Innenstadt am Wochenende. Die Gäste genossen das Angebot und die Atmosphäre des vorweihnachtlichen Marktes.

„Ein sehr schöner Markt, der mit vielen ausgefallenen und handgefertigten Produkten punktet“, lobt Mia Schöfken, die gerade ein Kissen mit dem witzigen Spruch „Heldin des Alltags“ erworben hat. Das bekomme ihre Freundin zum Geburtstag, erzählt die Mönchengladbacherin und fügt lächelnd an, allein dafür habe sich der Besuch des Viersener Martinsmarktes schon gelohnt. Dass es Spaß macht an diesem Wochenende durch die Viersener Innenstadt zu bummeln, zeigt sich indes überall. Die Fußgängerzone platzt aus allen Nähten.

Besucher wandern entlang der knapp 70 Stände, nutzen den Samstag und den verkaufsoffenen Sonntag für einen Einkauf und genießen die kulinarische Vielfalt, die der Martinsmarkt mit sich bringt. Wobei sich vor dem Stand mit den Churros eine Schlange gebildet hat. Nicht jeder kennt die spanische Spezialität, die aus einem Brandteig besteht, der, in längliche Streifen gespritzt, in heißem Öl frittiert wird. „Das ist total lecker“, schwärmt Uwe Steinke, der seine Portion gerade entgegen genommen hat und beim Bummeln entlang der Stände genüsslich schlemmt.

Tausende Besucher bummelten am Wochenende über die Fußgängerzone. 70 Stände waren dort aufgebaut. Foto: Knappe, Jörg (jkn)

Wer es lieber herzhaft und gemütlich mag, den zieht es ins Viersener Clubzimmer auf dem Remigiusplatz. Dort duftet es köstlich nach Kartoffelsuppe und ein nahezu jeder Platz an den liebevoll herbstlich gestalteten Tischen ist belegt. „Ob Suppe, Getränke oder Lose für die Tombola, der Verkauf läuft sehr gut“, sagt Marina Hammes und hebt die gute Zusammenarbeitet der vier Service-Clubs Rotary, Lions, Inner Wheel und Zonta hervor, die zum nunmehr sechsten Mal ins Clubzimmer eingeladen haben. Gemeinschaftlich organisieren sie nicht nur das Clubzimmer in dem großen weißen Pavillon mit all seinen Angeboten, sondern finanzieren auch die zehn Buden auf dem Remigiusplatz, die sie verschiedenen Organisationen kostenfrei zur Verfügung stellen. Ob die Arbeitsgemeinschaft Viersen-Westafrika, die Lebenshilfe, die Tafel, der Kinderschutzbund oder Donum Vitae, sie alle informieren über ihre Arbeit und verkaufen Handgefertigtes, Hausgemachtes und Außergewöhnliches, um mit dem eingenommenen Geld wiederum ihre Projekte zu finanzieren. Socken, Nikolausstiefel aus Filz und zusammenrollbare Kreidetafeln für unterwegs, allesamt handgemacht, gibt es so beim Förderverein der Kita St. Helena. „Wir sparen für eine Kleinkinderrutsche im Außenbereich“, informiert Nina Pöhler vom Förderverein.

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Die Tafel kann dank einer Kooperation mit dem Kolping-Bildungswerk witzige genähte Stofftiere für die Finanzierung ihrer Arbeit verkaufen und beim Kinderschutzbund freut man sich über die Spende einer Gärtnerei von 200 kleinen Christsternen, die „wir nun zu unseren Gunsten veräußern“, berichtet Ulrike Spielhofen.

Der Gedanke des Helfens und Teilens bestimmt den Remigiusplatz, wobei der Erlös vom Clubzimmer selber traditionell zugunsten der Aktion Weihnachtswunschbaum verwendet wird. Aber in der Fußgängerzone wird der Martins-Gedanke an etlichen Ständen fortgeführt. Ob es die Taschenbörse vom Zonta-Club zugunsten von Frauenprojekten ist oder der Besuch des Heiligen Mannes, der für die Kinder gleich 500 Martinstüten mitgebracht hat – Teilen hat viele Gesichter. Ansonsten ist es viel Kunsthandwerk, das den Martinsmarkt in der Viersener Innenstadt auszeichnet. Handgenähte Kinderkleidung, Patchwork, bunte Filzarbeiten, ausgefallene Lederprodukte, weihnachtliches aus dem Erzgebirge, nützliche Vogelfutterhäuschen, Honig aus der Region, urige Wurzelmännchen, witzige Karten, Selbstgestricktes – die Palette ist abwechslungsreich.

Für den Werbering Viersen aktiv ist der Martinsmarkt hingegen noch mehr. Er ist die Chance, vielen auswärtigen Besuchern einmal die Kreisstadt näher zu bringen.