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Martina Maaßen (Grüne) will Bürgermeisterin in Viersen werden

Kommunalwahl in Viersen : Maaßen will Bürgermeisterin werden

Die 56-Jährige Viersenerin wurde am Wochenende von ihren Parteifreunden einstimmig zur grünen Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 13. September gewählt. „Gerade für Randgruppen passiert in Viersen zu wenig“, kritisiert Martina Maaßen.

Viersen Wenn am 13. September die Kommunalwahl ansteht, dann tritt Martina Maaßen als Bürgermeisterkandidatin der Grünen an. Bei der Mitgliederversammlung am Wochenende wurde die Viersenerin einstimmig gewählt. Der Nato-Doppelbeschluss trieb die 56-Jährige im Jahr 1982 zu den Grünen. Sieben Jahre saß die vierfache Mutter für die Partei im Landtag, engagiert sich seit vielen Jahren im Viersener Stadtrat, führt dort auch die grüne Fraktion.

Maaßen erinnerte in ihrer Wahlrede daran, dass die Corona-Pandemie alle gesellschaftspolitisch wichtigen Themen überdecke, „allen voran den Klimaschutz“. Deshalb sei es wichtig, das schon vor der Pandemie entwickelte Wahlprogramm der Grünen anzugehen. Klimaschutz und -wandel erklärte sie zur Chefinnensache. Es sei wichtig, diese Themen mit der Sozialpolitik zu verknüpfen, so Maaßen: „Wir sind in Viersen nicht gut aufgestellt. Gerade für die Randgruppen passiert zu wenig. Man muss der Kinderarmut begegnen, den sozialen Wohnungsbau voranbringen und sich in energetisch erneuerbaren Energien aufstellen.“

Gerade in diesem Jahr erlebten die Bürger erneut eine ausgeprägte Dürreperiode, die die grüne Bürgermeisterkandidatin mit einem stattfindenden Klimawandel erklärte. Nur ein konsequenter Klimaschutz mindere den Ausstoß von Klimagasen. Den erneuerbaren Energien komme dabei eine besondere Bedeutung zu, angefangen von der Wind- und Solarenergie bis hin zur Geothermie. Hier hat Viersen laut Maaßen einen großen Nachholbedarf. „So werden beispielsweise auf Viersener Stadtgebiet nur etwas über vier Prozent des vorhandenen Flächenpotenzials für Photovoltaik genutzt.“ Verkehrswende gestalten, unternehmerisches Handeln fördern, die Teilhabe aller an Gesellschaft ermöglichen, ein finanzielles Gesamtkonzept, das sich nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien definiert – die Grünen-Kandidatin hat sich viel vorgenommen. „Ich setze auf Klimaschutz, die Energie- und Verkehrswende, die Vielfalt der natürlichen Lebensräume, auf soziale Bildungsgerechtigkeit, Digitalisierung mit Verantwortung und Transparenz. Das ist unser nicht verhandelbarer grüner Kompass“, betonte Maaßen.

Das Ziel der Grünen sei es, zweitstärkste Kraft im Stadtrat zu werden. Und ihr persönliches Ziel sei es, in die Stichwahl ums Bürgermeisteramt zu kommen. Vor fünf Jahren erhielt sie 7,9 Prozent der Stimmen.