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Maifeier-Verbot im Kreis Viersen und Kontrollen an der niederländischen Grenze

Pandemie im Kreis Viersen : Kein Maibaum, kein Tanz und kein Ausflug nach Venlo

Das traditionelle Maifeuer, das Maibaum-Setzen mit der Nachbarschaft und der fröhliche Tanz in den Mai sind in diesem Jahr verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Geldbuße rechnen. Auch der Ausflug in die Niederlande muss wegen Corona ausfallen.

In den Mai tanzen? Mit der Nachbarschaft einen großen Maibaum aufstellen - oder mit Freunden der Liebsten eine kleine Birke aufs Dach pflanzen? All das ist in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie verboten. Darauf weist der Kreis Viersen hin. „Es gilt nach wie vor die Kontaktbeschränkung“, sagt Ralf Seebauer, Leiter des Amts für Ordnung und Straßenverkehr. „Egal ob Maibaumsetzeen, Tanz in den Mai oder Maifeuer - all das kann in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden.“ Dazu kündigt der Kreis Kontrollen an: „Der Kreis Viersen hat mit den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden besprochen, möglichen Verstößen konsequent nachzugehen“, teilt ein Sprecher des Kreises mit: „Wer gegen die Kontaktbeschränkungen verstößt, muss mit Geldbußen rechnen.“

Auch auf den kleinen Ausflug in die Niederlande sollten Deutsche in diesem Jahr am 1. Mai verzichten. Darauf weist die Sicherheitsregion Limburg-Noord hin. Traditionell besuchen sehr viele Deutsche am 1. Mai die grenznahen Städte in den Niederlanden für einen Bummel oder einen Ausflug – doch auch für das erste Mai-Wochenende kündigt die Sicherheitsregion Kontrollen der niederländischen Gendarmerie an den Grenzübergängen zwischen Deutschland und den Niederlanden an.

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Die Einsatzkräfte sollen deutsche Touristen davon zu überzeugen, auf den Besuch in den Niederlanden zu verzichten, wenn es nicht dringend notwendig ist. Dabei gilt: Weder ein Ausflug noch ein Bummel sind dringend notwendig. Auch Niederländer sollen nicht nach Deutschland fahren, wenn dafür kein dringender Grund vorliegt.

Das Konzept scheint aufzugehen. In den vergangenen Wochen habe man gesehen, dass die Anzahl deutscher Besucher in der niederländischen Region Limburg auf ein Minimum gesunken sei, heißt es in einer ersten Bilanz der Sicherheitsregion Limburg-Noord von Donnerstag. Das sei die Folge der Grenzaufsicht und der Entmutigungsstrategie der vergangenen Wochen.

Auch den niederländischen Behörden ist klar, dass es im Nachbarland Unternehmer gibt, die einen Großteil ihrer Einnahmen durch deutsche Käufer generieren. „Aber wir hoffen, dass auch sie realisieren, dass die Regeln, die jetzt gelten und noch andauern, notwendig sind, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern“, teilt die Sicherheitsregion mit. „Große Gruppen deutscher Kauftouristen tragen dazu nicht bei.“

(biro)