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LVR-Klinik in Viersen: Strafgefangener aus Forensik stellt sich

LVR-Klinik in Viersen : Forensikpatient versteckte sich bei Pflegerin

Der Anfang Oktober aus der LVR-Klinik in Viersen-Süchteln geflohene 26-Jährige hat sich gestellt. Der Mann soll sich zuvor in der Wohnung einer weiblichen Pflegekraft versteckt haben. Gegen die Frau wird ermittelt.

Am 5. Oktober war Michael M. von einem genehmigten und unbegleiteten Ausgang nicht mehr in die Klinik in Süchteln zurückgekehrt. Ein Gericht ordnete zwei Tage später eine Öffentlichtkeitsfahndung an.

Wie die LVR-Klinik sowie die Polizei am Freitag mitteilten, hat sich der Mann in der Nacht den Beamten gestellt. Offenbar sei der Fahndungsdruck für den 26-Jährigen zu groß gewesen. Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Mann während seiner Flucht Straftaten begangen hat.

Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge hatte er sich seit dem 5. Oktober bei einer 54-jährigen Pflegekraft versteckt. Die Kripo hat Ermittlungen wegen Verdachts der Gefangenenbefreiung gegen die Frau eingeleitet.

Michael M. ist seit 2013 in der forensischen Klinik in Viersen-Süchteln untergebracht. Er war laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen mehrerer Straftaten verurteilt, jedoch nach Paragraf 63 des Strafgesetzbuchs als schuldunfähig eingestuft worden. Deshalb kam er in den Maßregelvollzug und nicht ins Gefängnis.

(mro)