Schwalmtal: Lüttelforster Kinder forschen mit Erde, Feuer, Wasser und Luft

Schwalmtal: Lüttelforster Kinder forschen mit Erde, Feuer, Wasser und Luft

Der Kindergarten Lüttelforst ist erneut zum "Haus der kleinen Forscher" ernannt worden. Zum pädagogischen Programm gehören viele Experimente

Gespannt starren die Kinder auf die hölzernen Flügel der Weihnachtspyramide. Werden sie sich drehen oder nicht? Der dreijährige Fin zündet die erste Kerze an. An der Pyramide tut sich nichts. Der Junge entzündet vorsichtig die zweite Kerze, dann die dritte - und siehe da, die Flügel drehen sich. Und woran liegt das? "An der heißen Luft, die steigt nach oben", rufen die Zwei- und Dreijährigen. Die Kinder in der Gruppe "Mäuseloch" haben gut aufgepasst, als das Experiment vorbereitet wurde. Flugs blasen sie die Kerzen aus und wiederholen den Versuch.

Mit einem Forschertag haben die 45 Jungen und Mädchen im Kindergarten Lüttelforst jetzt die erneute Zertifizierung der Einrichtung zum "Haus der kleinen Forscher" gefeiert. 2012 hatte der Kindergarten als erster in Schwalmtal die Auszeichnung erhalten. Die Zertifizierung wird an Kindergarten und Schulen vergeben, die Schwerpunkte in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik setzen. Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher", die die Auszeichnung vergibt, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Ein Forscherpass begleitet am Forschertag die Kinder durch den Kindergarten. An vier Stationen entdecken sie spielerisch die vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft. Die Station "Feuer" bietet neben der Weihnachtspyramide ein weiteres Experiment: Ein Teelicht in ein Glas stellen, anzünden. Dann ein zweites Glas überstülpen - und zusehen, wie die Kerze ausgeht. Sie braucht Sauerstoff, um zu brennen.

An der Station "Erde" pinseln die Kinder Kleister auf einen Bogen Tonpappe, lassen dann Sand über die Pappe rieseln. Dort, wo Kleister war, bleibt der Sand kleben. Wird der überschüssige Sand abgeklopft, bleibt ein "Zauberbild". An der Station "Luft" steht ein Toaster im Mittelpunkt: Schaltet man ihn ein, steigt so viel heiße Luft auf, dass man damit eine Tüte füllen kann. Lässt man sie los, schwebt sie bis zur Zimmerdecke hoch - wie ein Heißluftballon.

An der Station "Wasser" im Waschraum prüfen die Kinder, welche Gegenstände im Wasser schwimmen. Viele Dinge stehen für dieses Experiment zur Auswahl bereit, darunter ein Korken, ein kleines Gummi-Einhorn, ein leeres, zugeschraubtes Gläschen, in dem mal Babynahrung war. Am Ende steht fest: Der Korken schwimmt, das Gummi-Einhorn geht unter. "Und das Babygläschen schwimmt", stellt die fünfjährige Lana fest. Warum? "Weil da Luft drin ist."

(biro)