Landwirte in Viersen in Sorge wegen afrikanischer Schweinepest

Kreis Viersen : Kreis Viersen hat einen Notfallplan

Carina Driehsen, Leiterin des Kreis-Veterinäramts, betont: „Momentan besteht kein Verdacht und somit auch keine Gefahr.“ Sollte die afrikanische Schweinepest vor Ort nachgewiesen werden, sind verschiedene Szenarien möglich.

Denn: „Die Bekämpfung von Tierseuchen ist komplex und immer am Einzelfall orientiert“, erläutert Driehsen.

Hat sich ein Wildschwein mit der afrikanischen Schweinepest infiziert, wäre nach aktuellem Stand das Ziel, alle Wildschweine im Umkreis von maximal fünf Kilometern zu töten um so eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Außerdem würde eine maximal Zehn-Kilometer-Gefahrenzone und eine maximal 30-Kilometer-Pufferzone festgelegt. Innerhalb dieser Pufferzone „haben Landwirte bestimmte Auflagen zu erfüllen, die ihnen auch bekannt sind. Hausschweine werden nur getötet, wenn sie infiziert sind“, erklärt die Kreis-Veterinärin. Sie betont: „Die Errichtung von Restriktionszonen hängt davon ab, ob ein Ausbruch der afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen vorliegt oder ob auch Hausschweinebestände betroffen sind. Man kann nicht pauschal Kilometergrenzen festlegen, das ist abhängig von der Art der Seuche und der Seuchenlage.“

Im Falle eines Ausbruchs der afrikanischen Schweinepest bei Hausschweinen sei nach aktuellem Stand ein Sperrgebiet von drei Kilometer Radius um den betroffenen Hof herum anzulegen, erklärt Driehsen. „Daran folgt ein Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern. Auch hier gelten wiederum besondere Schutzmaßregeln in den einzelnen Restriktionszonen.“ Aktuell sind im Kreis Viersen insgesamt 153 Schweinehalter gemeldet, die 93.000 Schweine haben. Jeder Schweinehalter, der neue Schweine im Bestand hat, müsse dies in einer Datenbank melden. Auch die Wildschweine aus dem Wildgehege seien da erfasst.