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Viersen: Land will Süchteln Zuschlag für Geriatrie erteilen

Viersen : Land will Süchteln Zuschlag für Geriatrie erteilen

Das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen beabsichtigt, eine Fachabteilung für Geriatrie am St.-Irmgardis-Krankenhaus Süchteln in den Krankenhausplan des Landes aufzunehmen. Wie die Stadt mitteilt, geht das aus einem Schreiben des Ministeriums hervor. Es wurde an alle Antragsteller und die beteiligten Kreise, Städte und Gemeinden verschickt. Sie sollen bis Anfang August Stellung nehmen, dann könnte nach den Ferien die endgültige Entscheidung bekanntgegeben werden.

Demnach könnten in Süchteln 60 geriatrische Betten eingerichtet werden. In der Abteilung für Altersmedizin würden vor allem Patienten über 75 Jahren behandelt. Bürgermeister Günter Thönnessen und der Erste Beigeordnete Dr. Paul Schrömbges begrüßten die angekündigte Entscheidung zu Gunsten des Süchtelner Krankenhauses. Sie gehen davon aus, dass das Haus den Zuschlag für die Fachabteilung auch deshalb bekommen könnte, weil die Viersener Krankenhäuser sich geeinigt haben.

Monatelang hatte ein Streit zwischen dem Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) und St. Irmgardis geschwelt. Beide hatten beantragt, eine Geriatrie einzurichten. Die Altersmedizin gilt als eins der wenigen Wachstumsfelder in der Krankenhauslandschaft. Der Streit wurde erst beigelegt, als sich AKH und St. Irmgardis auf eine Kooperation einigten. Demnach soll das Süchtelner Krankenhaus bis Ende des Jahres zu einer Tochtergesellschaft des AKH werden. Dafür zog das AKH seinen Antrag zurück.

Nach Ansicht von Thönnessen und Schrömbges würde die Geriatrie im St.-Irmgardis-Krankenhaus die wohnortnahe medizinische Versorgung der Menschen in Viersen sichern. Gerade vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung sei dies bedeutend für Viersens Krankenhauslandschaft.

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In Süchteln gibt es bereits 20 Betten für die geriatrische Versorgung. Da sie aber nicht vom Land genehmigt und im Krankenhausplan aufgeführt sind, ist unklar, ob das St.-Irmgardis-Krankenhaus dauerhaft den Höchstsatz für die Behandlung abrechnen kann. Sollte das Süchtelner Haus nun den Zuschlag bekommen, wäre dieses Problem gelöst.

(RP/con)