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Kreis Viersen saniert belastete Spielplätze

Vorhaben in Nettetal und Viersen : Schadstoffe im Boden: Kreis saniert Spielplätze

Die Flächen sind teils mit Arsen und Blei belastet.

Der Kreis Viersen lässt nach Ostern sechs Kinderspielflächen sanieren, auf Teilflächen wird der Boden ausgetauscht. Grund für die Sanierung ist eine erhöhte Schadstoffkonzentration im Boden. Seit 2016 hatte der Kreis insgesamt 187 öffentliche Spiel- und Bolzplätze in den neun Städten und Gemeinden des Kreises mit Fördermitteln des Landes NRW untersucht. „Bei den aus Gründen der Gesundheitsvorsorge gemachten Untersuchungen wurden auf einigen Kinderspielflächen erhöhte Schadstoffgehalte festgestellt“, sagt Andreas Budde, Dezernent für Planen, Bauen und Umwelt bei der Kreisverwaltung. „Diese sind zurückzuführen auf Baumaterialien, die in der Vergangenheit verwendet wurden“, so Budde.

2017 hatte der Kreis bereits fünf Kinderspielflächen sicherheitshalber saniert, 2018 waren es Teilbereiche von sechs weiteren Spielflächen. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse aus den Jahren 2018/2019 sollen nun nach Ostern sechs weitere Flächen saniert werden. „Ein akuter Handlungsbedarf hierfür besteht nicht, aber wir folgen den Empfehlungen des sachverständigen Gutachterbüros und tauschen den Boden vorsorglich aus", so Budde. Betroffen sind folgenden Kinderspielplätze, auf denen Teile des Bodens belastet sind mit Arsen, Benzo(a)pyren oder Blei: in Viersen der Spielplatz Felix-Tonnar-Straße, der Platz an der Agnes-von-Brakel-Straße, der Platz an der Oberrahserstraße und der Platz am Amselweg, in Nettetal der Generationenspielplatz sowie in Tönisvorst das Basketballfeld „En de Bongert“.

Die vom Kreis vorkalkulierten Kosten liegen bei rund 104.000 Euro. Die Maßnahme wird zu 80 Prozent durch das Land NRW gefördert, den 20-prozentigen Eigenanteil finanziert die jeweilige Kommune. Mit den Sanierungen im Mai ist dann das Untersuchungsprogramm des Kreises auf allen öffentlichen Bolz- und Spielplätzen abgeschlossen.