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Kreis Viersen: Rettungspunkte sollen bei Unfällen Orientierung bringen

Sicherer im Naturpark Schwalm-Nette unterwegs : Schnellere Rettung im Naturpark

Bei einem Notfall im Naturpark Schwalm-Nette bieten Rettungspunkte Orientierung und Möglichkeit zu schneller Hilfe. Jetzt gibt es 25 offizielle Rettungspunkte. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Der Aufenthalt im Naturpark Schwalm-Nette soll für Besucher sicherer werden. Dort gibt es jetzt insgesamt 25 offizielle Rettungspunkte, 20 davon liegen auf dem Gebiet des Kreises Viersen. Der Kreis Viersen hat das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kreis Kleve, dem Kreis Heinsberg und der Stadt Mönchengladbach umgesetzt.

Wie sehen die neuen Rettungspunkte aus?

 Bei den Rettungspunkten handelt es sich um festgelegte Standpunkte im Gebiet des Naturparks. Sie sind mit Aluminiumschildern im DIN-A3-Hochformat markiert. Auf dem Schild steht ein individueller Code aus Buchstaben und Zahlen.

Wie funktionieren die Rettungspunkte?

Wer verletzt ist oder Hilfe braucht und den Notruf wählt, kann dort den Code des nächstgelegenen Rettungsstützpunktes durchgeben. Mit diesem Code kann die Leitstelle der Feuerwehr erkennen, wo sich der Anrufer genau befindet. Die zuständigen Feuerwehrleitstellen haben in den vergangenen Monaten die Koordinaten der Rettungspunkte festgelegt und in ihre Systeme eingepflegt. „Wir haben die Standorte der Rettungspunkte so ausgewählt, dass sie abseits von Gastronomiebetrieben oder größeren Anziehungspunkten liegen“, erklärt Michael Puschmann, Geschäftsführer des Naturparks Schwalm-Nette. So könnten die Naturpark-Besucher auch an abgelegenen Orten ihren Standpunkt sicher bestimmen.

Warum wurden die Rettungspunkte eingerichtet?

„Der Naturpark Schwalm-Nette zieht viele Besucher an“, erläutert Landrat Andreas Coenen (CDU): Bei einem Besuch könne es vorkommen, dass sich in freier Natur ein Unfall ereignet. Für diesen Fall sei es wichtig, dass die Rettungskräfte die Betroffenen schnell finden. „Die Rettungspunkte bringen einen enormen Zeitgewinn und können im Extremfall Leben retten“, meint Coenen.

Gibt es bei den Rettungspunkten Probleme beim Mobilfunknetz?

Laut Mitteilung der Kreisverwaltung habe der Kreis sichergestellt, dass an allen Rettungspunkten eine ausreichende Netzabdeckung vorliegt. Auch die Zufahrtswege seien kontrolliert worden.

Was unternimmt der Kreis gegen Funklöcher in seinem Gebiet?

Im Sommer hat eine Unfall im Brachter Depot für Aufregung gesorgt, weil das Unfallopfer per Handy keine Hilfe rufen konnte. Ein Beispiel für die Löcher im Mobilfunknetz. Und für den Kreis ein Grund zu handeln: Weil es insbesonde im ländlichen Raum versorgungslücken gibt, sammelt der Kreis dazu zurzeit Daten. Dazu wurden Mitarbeiter  mit einer speziellen Tracking-App ausgestattet, die die Funkqualität misst. Zudem kann sich jeder über die offene Community „cellmapper.net“ bei der Funklochsuche beteiligen.

(busch-)