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Kreis Viersen - Jugend forscht auch diesmal nur online

Verlegung in den Sommer war keine Option : Wettbewerb „Jugend forscht“ auch diesmal nur online

„Wir haben 123 Anmeldungen mit 218 beteiligten Jugendlichen. Das ist eine gute Zahl. Zumal wir eine vergleichsweise hohe Abbrecherquote hatten. Das führen wir auf Corona zurück“, sagt Ralf Wimmer von der Unternehmerschaft.

Am Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ nehmen diesmal 34 Teams aus dem Kreis Viersen mit ihren Projekten teil – darunter im Westkreis fünf von der Johannes-Kepler-Schule in Viersen, drei von der Anne-Frank-Gesamtschule in Viersen und drei von der Gesamtschule Brüggen. „Wir haben uns aufgrund der ausufernden pandemischen Lage dazu entschieden, auch in diesem Jahr die Veranstaltung online durchzuziehen. Es ist derzeit nicht absehbar, dass sich die Situation bis Anfang März merklich bessern könnte. Im Gegenteil. Im Vorjahr haben wir gute Erfahrungen mit der Onlineversion gemacht und werden es auch in diesem Jahr wieder auf diese Art machen“, erklärt Ralf Wimmer, der stellvertretende Geschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein, die als Organisator auftritt.

Für die Jury und die Teilnehmer ist das eine Herausforderung. „Wir haben aber im Vorjahr gesehen, dass es gut klappt. Wir werden die Abläufe wieder etwas verändern, die Präsentation der Sieger wird beispielsweise erneut zwei Tage nach der Präsentation stattfinden. Diese läuft so, dass die Teilnehmer für die Juroren freigeschaltet werden. Dann haben sie fünf Minuten Zeit, ihr Projekt zu präsentieren. Es folgen zehn Minuten Befragung. Dann ist die nächste Gruppe oder der nächste Teilnehmer an der Reihe“, betont der Leiter des Regionalwettbewerbs, Thomas Zöllner.

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Der Leiter des Krefelder Gymnasiums am Moltkeplatz sieht Vor- und Nachteile des Onlineformats. „Generell wünschen wir uns natürlich Präsenz und die Erfahrung der Abschlussveranstaltung. Aber es ist auch nicht alles schlecht. Die Jury komplett zusammenzubringen ist so beispielsweise viel einfacher“, berichtet der Pädagoge. Seit 2018 ist er in dieser Funktion verantwortlich für den Wettbewerb. Zuvor war er selbst Jurymitglied.

Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen sei auch in diesem Jahr die Veranstaltung sehr erfolgreich. „Wir haben insgesamt 123 Anmeldungen mit 218 beteiligten Jugendlichen. Das ist eine gute Zahl. Zumal wir eine vergleichsweise hohe Abbrecherquote hatten. Das führen wir auf Corona zurück. In Anbetracht dieser Tatsache ist die Zahl derer, die am Ende wirklich etwas abgegeben haben, wirklich sehr gut“, schätzt Wimmer die aktuelle Beteiligung ein.

Die Teilnehmer sind zwischen neun und 21 Jahre alt. Die meisten Projekte kommen aus dem Kreis Viersen, auf Krefeld entfallen 26 Projekte, dahinter folgen Neuss (19), Mönchengladbach (18), Wesel (17) und Erkelenz (7). Zwei sind ohne Ortsangabe. Die Abschlusspräsentationen finden am 8. März statt. 

Übrigens: Eine Verlegung in den Sommer, wenn die Inzidenzen wieder zurückgehen sollten, war keine Option. „Es folgen ja der Landes- und Bundeswettbewerb. Und auch die sind nicht beliebig verlegbar, weil es dann in die Ferien und den Wettbewerb des nächsten Jahres geht“, erläutert Wimmer. „Dass wir es überhaupt online machen können, ist eine Corona-Sonderregel. Wir sind aber guter Hoffnung, dass wir 2023 all das hinter uns gelassen und wieder eine Präsenzveranstaltung haben“, sagt er. Die jungen Erfinder würde es fraglos freuen.