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Kreis Viersen impft vorab 900 Lehrer und Erzieher gegen Corona

Corona im Kreis Viersen : Kreis impft vorab 900 Lehrer und Erzieher

Vor dem offiziellen Start am 8. März können sich bereits am Sonntag Grundschullehrer, Tagesmütter und Kita-Personal gegen Corona impfen lassen. Allerdings wird es noch Wochen dauern, bis alle einen Impftermin bekommen.

Der Kreis Viersen wird bereits vor dem offiziellen Start mit Corona-Schutzimpfungen für Lehrpersonal und Erzieher an Kindertagesstätten und in der Tagespflege beginnen. In NRW soll die Impfung dieser Personengruppen am Montag, 8. März, beginnen. Insgesamt 900 Personen aus Kitas, der Kindertagespflege sowie den Grund- und Förderschulen erhalten aber bereits am Sonntag, 7. März, ihr Impfangebot. Dafür öffnet das Impfzentrum für den Kreis Viersen an der Heesstraße in Viersen-Dülken von 8 bis 20 Uhr.

Insgesamt hat das Land NRW dem Kreis Viersen 1830 Impfdosen von Astrazeneca für die Impfungen dieser Personengruppe ab 8. März zugeteilt. 900 dieser 1830 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca stehen nun vorab bereit. Der Sprecher betonte: „Dafür entfällt keine Impfung anderer Personen.“

Kostenpflichtiger Inhalt Die Stadt Krefeld hatte bereits am Dienstag damit begonnen, in einer Sonderaktion 1200 Lehrer sowie Mitarbeiter von Kitas und Pflegeeinrichtungen vorab zu impfen. Sie bekamen nicht eingeplante Dosen von Astrazeneca – Tage vor dem regulären Start in NRW.

Der Kreis Viersen schreibt für den Sonderimpftag insgesamt rund 260 Tagesmütter und -väter, 160 Kitas sowie 44 Grund- und Förderschulen aus dem gesamten Kreisgebiet an. „Die Tagesmütter und -väter und die Erzieher stehen an vorderster Front“, sagte Landrat Andreas Coenen (CDU). „Sie müssen mit ihren kleinen Schützlingen bei der Arbeit in engen Körperkontakt treten – und gehen damit ein persönliches Gesundheitsrisiko ein.“ Trotzdem leisteten sie ihren Dienst zuverlässig, damit Eltern ihrer Arbeit nachgehen können. Coenen: „Sie verdienen großen Respekt und großen Dank.“

Die Freude bei Erziehern und Lehrkräften ist groß: „Wir warten alle sehnsüchtig auf die Impfung“, sagt Ebru Cornelißen, eine Sprecherin der Tagesmütter Viersen. „Ich habe beim Kreis sofort per E-Mail um einen Impftermin gebeten.“

Die Ansprechpartner in den Einrichtungen können für Personen im Alter unter 65 Jahren aus ihrer Einrichtung Impftermine vereinbaren. Das Impfangebot gilt ausdrücklich nicht nur für Pädagogen, sondern alle Menschen, die in der Einrichtung angestellt sind und sich regelmäßig dort aufhalten. So sieht es die Impfverordnung des Landes NRW vor.

„Damit erreichen wir zum Start der Impfungen an Schulen, an Kitas und in der Tagespflege viele Menschen dieser neu priorisierten Personengruppe auf einmal“, freut sich der Landrat. Coenen ist sich sicher: „Die Termine werden schnell vergriffen sein.“ Bis tatsächlich alle Impfwilligen auch einen Impftermin erhalten haben, werde es einige Wochen dauern. Coenen: „Uns steht immer noch zu wenig Impfstoff zur Verfügung, um parallel alle impfen zu können, die geimpft werden möchten.“

Für jeden vereinbarten Impftermin erhält der Ansprechpartner in der Einrichtung die nötigen Unterlagen, die die Personen zur Impfung mitbringen müssen – unter anderem auch eine Arbeitgeberbescheinigung, die sicherstellt, dass die Personen tatsächlich an der Schule oder in der Kita arbeiten. Der Kreis Viersen bittet darum, die Unterlagen bereits vor dem Impftermin zu Hause auszufüllen, um Warteschlangen vor dem Impfzentrum zu vermeiden. Dort war es in den vergangenen Tagen erneut zu Menschenansammlungen gekommen, weil sich Termine teilweise um mehrere Stunden verschoben haben.

Es sei sinnvoll, pünktlich zur Impfung zur erscheinen und die Plätze im Wartebereich nicht unnötig lange zu blockieren, so der Kreissprecher. Er rät: Wer mit dem Auto anreist, sollte den Parkplatz P3 „Wilhelm-Cornelißen-Platz“ an der Schulstraße nutzen und die wenigen Minuten zu Fuß zum Impfzentrum gehen. Dies entlaste die Parksituation vor dem Eingang.

Wenn alle Termine am 7. März vergriffen sind, können die Personen aus Kitas, der Kindertagespflege sowie Grund- und Förderschulen die weiteren Termine für Personen der priorisierten Gruppen ab Montag, 8. März, nutzen. Das Buchungssystem ist das gleiche.

Da mehr Personen impfberechtigt sind als aktuell Impfstoff vorhanden ist, könnten auch Termine vergriffen sein. Hintergrund: Der Kreis Viersen bietet nur so viele Termine an, wie ihm Impfstoff vom Land zugesagt wurde. Sobald Zusagen für weitere Impfstofflieferungen vom  Gesundheitsministerium NRW bestehen, will der Kreis Viersen weitere Impftermine in den kommenden Wochen zur Verfügung stellen, kündigte der Sprecher an.