1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Kreis Viersen: Impfstoff knapp - Impfzentren starten später

Corona-Pandemie im Kreis Viersen : Impfungen erst ab 8. Februar

Wegen Lieferproblemen beim Impfstoff verschiebt sich auch der Start am Impfzentrum für den Kreis Viersen um eine Woche. Nun soll der Betrieb am 8. Februar starten.

Der Kreis Viersen kann sein Impfzentrum im früheren St.-Cornelius-Krankenhaus in Dülken erst am 8. Februar starten. Grund sind Lieferprobleme beim Impfstoff. „Die Ursache für den aufgeschobenen Start liegt bei den für uns im Moment wichtigsten Impfstoffherstellern Biontech/Pfizer. Diese beiden Firmen können im Moment nicht so viel Impfstoff nach Deutschland liefern, wie sie ursprünglich zugesagt hatten. Das ist sehr schade“, erklärt landrat Andreas Coenen (CDU). Denn natürlich verbinden wir mit der Chance, geimpft zu werden, große Hoffnungen.“ nun müssten alle viel Geduld aufbringen und sich weiter an die Abstands- und Hygieneregeln halten", so Coenen.

Die bereits an Über-80-Jährige verschickten Briefe würden, so eine Sprecherin, nicht neu versandt, da der Ablauf  bis auf den späteren Termin  unverändert bleibe. Termine für den 8. Februar und später können ab 25. Januar über die Homepage www.116117.de und Hotline 0800  116 117 01 vereinbart werden.

Das Land NRW hat den Kreis Viersen am Dienstag informiert, dass die für Mittwoch und Donnerstag bestellten Impfstoffe für Krankenhäuser nicht ausgeliefert werden können. Zudem nimmt es voraussichtlich bis 31. Januar keine Bestellungen für Erstimpfungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen mehr an; das Land hat alle  Erstimpfungs-Bestellungen für 22. Januar und danach storniert. Bis Ende Januar sollen nur noch Zweitimpfungen erfolgen. Im Kreisgebiet betrifft dies vier Pflegeheime mit 410 und drei Krankenhäuser mit 526  zur Impfung angemeldeten Menschen. Der Kreis werde, sobald möglich, neuen Impfstoff bestellen.

Das Land NRW kann zunächst weniger Impfdosen als die in Aussicht gestellten 1250 für die Über-80-Jährigen sowie 300 für Personal der  Pflege- und Rettungsdienste zur Verfügung stellen. „Es muss nun die  Kassenärztliche Vereinigung möglichst schnell und exakt über die nutzbaren Impfdosen informieren, damit nicht mehr Termine vergeben werden als Impfstoff vor Ort ist“, so eine Sprecherin.

Insgesamt leben in 34 Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet 2519 Menschen. 2000 (79,4 Prozent) von ihnen haben ihre Impfbereitschaft signalisiert. Der Kreis Viersne, so eine Sprecherin, habe zudem die Rückmeldung erhalten, dass bereits 1781 Altenheim-Bewohner (89,2 Prozent der Impfwilligen) ihre erste Impfdosis erhalten haben. Von insgesamt 2802 Mitarbeitern haben 1723 Menschen (61,5 Prozent) die erste Schutzimpfung erhalten.

Diese Daten beziehen sich auf die Angaben aus 27 Einrichtungen. Insgesamt waren die mobilen Teams bislang in 29 Einrichtungen – bei zwei Häusern fehlt noch die Rückmeldung. In einer Einrichtung wird morgen noch geimpft. Wie oben beschrieben, sind in vier Häusern die Erstimpfungen vorerst zurückgestellt.

Der Kreis Viersen erhalte zunächst ausschließlich Impfstoff der Firmen Biontech/Pfizer. Deshalb sei es zunächst auch unmöglich, dass mobile Teams nicht mobile Impfberechtigte zu Hause impfen. Bei der Frage nach möglichen Shuttle-Services nimmt der Deutsche Landkreistag Kontakt zum Spitzenverband der Krankenkassen auf, um eine Finanzierung zu prüfen.  Das Land befasst sich ebenfalls mit dieser Frage.

(busch-)