Kreis Viersen ermittelt weiter zum Verursacher der Altreifen-Funde

Kreis Viersen : Altreifen: Anzeige der Stadt Nettetal läuft ins Leere

Der Verdacht auf den Verursacher der illegal entsorgten Altreifen in der Region hat sich laut Kreisangaben noch nicht bestätigt.

Nach der Erfolgsmeldung aus Grevenbroich (Rhein-Kreis Neuss) zum Verursacher der illegalen Altreifen-Entsorgung hält sich der Kreis Viersen mit seinen Angaben zurück. Bislang seien alle Erkenntnisse über die möglichen Verursacher der Altreifen-Funde in der Region unter Vorbehalt zu betrachten, sagte ein Kreissprecher am Montag: „Die Ermittlungen laufen. Es gibt einen Verdacht, aber der ist noch nicht bestätigt.“

Unbekannte hatten massenhaft illegal Altreifen in die Landschaft gekippt. In Mönchengladbach waren rund 280 Reifen in einem Landschaftsschutzgebiet gefunden worden, in Viersen etwa 100 Reifen zwischen Viersen-Dülken und Mönchengladbach, in Nettetal rund 250 auf einem Feldweg im Ortsteil Lobberich sowie in Grevenbroich fast 200 Altreifen im Stadtteil Neurath. Schnell führte die Spur in den Kreis Viersen: Auf einigen der Reifenmäntel waren Markierungen zu Kennzeichen aus dem Kreisgebiet gefunden worden – so auch bei dem Nettetaler Fund, wie der Kreissprecher bestätigte. Der Rhein-Kreis Neuss hatte am Freitag gemeldet, dass eine Kraftfahrzeug-Werkstatt in Viersen dem Verdächtigen die Altreifen zur Entsorgung gegeben haben soll. Der habe sie aber einfach abgeladen.

Laut Kreisangaben werden die Fälle zusammen betrachtet. Dazu arbeite man unter anderem mit den Mülldetektiven der Mönchengladbacher Abfallbetriebe zusammen. Eine Strafanzeige, die die Stadt Nettetal bei der Polizei gegen Unbekannt gestellt hatte, sei ins Leere gelaufen, sagte der Kreissprecher. Bei einer Menge unter 100 Tonnen (rund 14.000 Reifen) falle solch eine illegale Entsorgung unter das Ordnungsrecht und sei strafrechtlich nicht zu verfolgen.

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