Einkommensentwicklung im Kreis Viersen So viel verdienen Viersener und Nettetaler

Kreis Viersen · In den Städten und Gemeinden im Westkreis ist das Durchschnittseinkommen kräftig gestiegen. Alle Kommunen verbesserten ihre Platzierungen unter den 396 Städten und Gemeinden in NRW.

Das Durchschnittseinkommen in den Kommunen im Kreis Viersen ist recht unterschiedlich.

Das Durchschnittseinkommen in den Kommunen im Kreis Viersen ist recht unterschiedlich.

Foto: Ferl

Warum ist am Ende des Gehalts immer noch so viel Monat übrig? Diese Frage stellen sich in Zeiten, in denen vor allem die Waren des täglichen Bedarfs spürbar teurer geworden sind, immer mehr Menschen. Im Januar lag die Inflation in Deutschland bei 2,9 Prozent. Das war nach Angaben des Online-Portals Statista zwar die niedrigste Rate seit drei Jahren, aber eben eine weitere Verteuerung.

Augen auf bei der Berufswahl, mag man in solchen Zeiten raten. Fakt ist: Es gibt Branchen, in denen es vielen Arbeitnehmern zunehmend schwerer fällt, bis zum Ende eines Monats eine schwarze Zahl auf dem Konto stehen zu haben. Diese Menschen dürften nicht nur in einer als arm geltenden Stadt wie Gelsenkirchen zu finden sein, so die Vermutung.

Weder der Fußballverein noch der Blick auf den Gehaltszettel dürfte in Gelsenkirchen euphorisch stimmen. Das durchschnittliche Einkommen eines Lohn- und Einkommenssteuerpflichtigen lag in der Schalke-Stadt nach einer neuen Erhebung des Statistischen Landesamtes bei 33.513 Euro. Damit ist Gelsenkirchen Schlusslicht unter den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Der Tabellenführer spielt in Meerbusch. 72.981 Euro waren es dort im Schnitt. Dafür spielt der örtliche Fußballverein TSV Meerbusch nicht mal in der zweiten Liga. Zusammen veranlagte Ehegatten werden bei dieser Erhebung als ein Steuerpflichtiger gezählt.

Und wie viel verdienen die Menschen im Kreis Viersen?

Auf durchschnittlich 39.938 Euro kommen die Steuerpflichtigen in Nettetal (Platz 333). Das sind 1408 Euro mehr als im Jahr zuvor, als Nettetal Platz 338 belegte.

Deutlich verbessert haben sich die Viersener. Sie kamen im Schnitt auf ein Einkommen von 40.923 Euro (Platz 298). Im Jahr zuvor waren es 2030 Euro weniger (Platz 321).

Die Brüggener belegen mit einem Durchschnittseinkommen von 42.760 Euro Platz 222 in der Statistik. Das sind 1562 Euro mehr als im Vorjahr. Da landete Brüggen auf Platz 230.

Näher an Meerbusch als an Gelsenkirchen liegen einkommenstechnisch die Bewohner von Schwalmtal und Niederkrüchten. In Niederkrüchten lag das durchschnittliche zu versteuernde Einkommen bei 45.784 Euro (Platz 115) nach 43.055 Euro und Platz 149 im Jahr zuvor.

Spitzenreiter im Westkreis sind die Bewohner von Schwalmtal. Ihr zu versteuerndes Einkommen lag im Schnitt bei 46.680 Euro. Das ist Platz 95 von 396. Im Vorjahr lag das Einkommen 1568 Euro niedriger. Schwalmtal kam auf Platz 101.

Ganz taufrisch sind die Daten nicht. Sie stammen aus dem Jahr 2019. Zur Begründung schreibt das Landesamt: „Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2019. Sie können erst veröffentlicht werden, wenn die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden frühestens nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden.“

(elk/mrö)
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