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Kreis Viersen beginnt Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

Probleme in mehreren Kommunen : Kreis Viersen beginnt Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

Der Kreis plant für drei Kommunen, ein Präparat gegen den Spinner zu spritzen. Bisher gibt es ein Problem mit dem Wetter. So sind die Erfolgsaussichten.

Der Kreis Viersen hat mit dem Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner begonnen. Deshalb werden an den Kreisstraßen vorbeugend Bäume mit einem biologisch wirksamen Präparat gespritzt. „Leider sind derzeit die Witterungsverhältnisse mit Regen, Nässe und Wind für das Aufbringen des Präparats sehr ungünstig“, erklärte eine Sprecherin des Kreises auf Anfrage. Der Erfolg der Maßnahme hänge maßgeblich davon ab, dass das Mittel zum passenden Zeitpunkt gesprüht wird und die äußeren Bedingungen dies auch ermöglichen, sodass das Mittel nicht direkt abgewaschen wird.

Wo wird gespritzt? Der Kreis kooperiert mit den Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal. Er behandelt für die drei Kommunen befallene Bäume. „Die zu behandelnden Bäume werden von den Kommunen benannt“, so die Sprecherin.

Wie funktioniert das? Um das Mittel effektiver und wirtschaftlicher auf die Baumkrone der Eichen aufsprühen zu können, hat der Kreis Viersen eine Anbaugebläsespritze angeschafft. Sie wird, zusätzlich zu dem Spezialfahrzeug auf den Kreisstraßen sowie auch auf gemeindlichen Flächen und Wegen eingesetzt. Das vom Kreis eingesetzte Präparat verhindert, dass sich die Raupen häuten und die gefährlichen Haare bilden. Dadurch soll die Verbreitung der Raupe eingeschränkt werden.

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Warum wird der Eichenprozessionsspinner bekämpft? Weil dessen Raupen für allergische Reaktionen, etwa bei Spaziergängern oder spielenden Kindern, sorgen können. Der Spinner befällt bevorzugt Eichen, frisst als Raupe die jungen Blätter und durchlebt auf den Bäumen mehrere Larvenstadien. Während dieser Zeit bilden die Spinnerraupen Haare, die Nesselgift enthalten und später in den Nestern zurückbleiben.

Wie groß ist die Erfolgsquote? Die vorbeugende Behandlung kann, so die Sprecherin des Kreises, keinen hundertprozentigen Schutz gewährleisten, sondern die Ausbreitung des Spinners lediglich deutlich mindern. Während der Kreis mitteilt, dass in den drei Kommunen 2020 die Ausbreitung des Spinners vermindert werden konnte und dass Veränderungen des verfahren nicht gewünscht und erforderlich waren, musste 2020 etwa in Brüggen nachgebessert werden: Bereiche, in denen Mitarbeiter des Kreises aktiv waren, wurden der Gemeindeverwaltung erneut als befallen gemeldet. Ergänzend saugten in Brüggen Feuerwehr und Mitarbeiter des Bauhofs Raupen und Nester ab.

Gibt es Alternativen? In der Gemeinde Niederkrüchten setzt die Verwaltung außerdem auf einen natürlichen Feind des Eichenprozessionsspinners: die Kohlmeise. Um sie anzulocken, wurden 2020 Nistkästen an Eichen angebracht. Eine Bilanz wird erst in diesem Jahr zu ziehen sein.

(busch-)