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Konzerte für zu Hause aus Niederkrüchtener Mietstudio

Kultur in der Corona-Krise : Konzerte für zu Hause aus Niederkrüchtener Mietstudio

Am Freitag, 24. April, 19 Uhr, streamt das Team erstmals. Zu sehen ist über Youtube ein Konzert von Timo Brauwers und Udo Klopke. Im Tor 21 werden Werbefilme und Musikvideos, etwa für Pietro Lombardi, Joko Winterscheidt oder Jürgen Drews, gedreht.

Die Corona-Krise trifft Künstler hart. Die Videoproduktionsfirma Reibelmedia aus Mönchengladbach will ihnen mit dem Konzept Open Digital Stage helfen, einer Alternative zu einem Streaming aus dem Probenraum.

In Kooperation mit dem Mietstudio Tor 21 in Niederkrüchten möchte das Unternehmen, das Werbe- und Filmproduktionen für Industriekunden realisiert, Shows ins Internet streamen. Im Tor 21 werden Werbefilme und Musikvideos, etwa für Pietro Lombardi, Joko Winterscheidt oder Jürgen Drews, gedreht. 2019 startete dort die Reihe der Ganz-nah-dran-Konzerte in Kooperation mit dem Musiker Timo Brauwers. „Jetzt möchten wir etwas für die Künstler tun und sie durch eine kostenfreie Nutzung des Studios unterstützen“, sagt Manuel Uebbing.

Die Idee zur Digital Open Stage hatte Peter Reibel, Geschäftsführer von Reibelmedia: „Da aufgrund von Corona fast alle Veranstaltungen in Deutschland ausfallen müssen, setzten viele Unternehmen verstärkt auf Videos und Live-Streamings, um mit Kunden und Mitarbeitern zu kommunizieren.“ Mit der Digital Open Stage könnten Künstler über ein professionelles Live-Streaming mit ihrem Publikum interagieren. Bereits in der vergangenen Woche gab es einen Test mit dem DSDS-Sieger Thomas Godoj feat. Timo Brauwers. Am Freitag, 24. April, streamt das Team etwa ein Konzert, das bei den Viersener Gitarrentagen stattfinden sollte. Timo Brauwers und Udo Klopke treten um 19 Uhr auf; zu sehen sind sie über den Youtube-Kanal von Timo Brauwers.

Offiziell startet die digitale Bühne am Freitag, 15. Mai. Danach soll es jeweils am ersten Freitag im Monat eine Show geben mit Bands, Songwritern und Comedians, aber auch mit Nachwuchsbands und gemeinnützigen Organisationen. Sie können dann Studio und Technik kostenfrei nutzen. „Natürlich achten wir bei der Produktion penibelst darauf, dass wir die strengen Hygiene-Bedingungen einhalten“, sagt Reibel. „So richten wir uns vor allem an Solo-Künstler. Von unserem Team sind dazu auch maximal zwei Personen vor Ort.“ Über den Live-Stream können Zuschauer die Show via Youtube und Facebook verfolgen, live mit anderen Zuschauern chatten, den Künstlern bildhaft applaudieren und auch ein Feedback geben. So entsteht trotz aller Einschränkungen ein Gefühl des Zusammenseins.

Künstler bewerben sich unter www.opendigitalstage.de.

(bigi)