Konstantin Reinfeld und Christoph Spangenberg spielten in Viersen.

Reinberg : Kammermusik mit Mundharmonika

Am Freitagabend spielten Konstantin Reinfeld und Christoph Spangenberg im Keller der Viersener Festhalle.

Im Ali Haurand-Keller waren Konstantin Reinfeld und Christoph Spangenberg als Duo Reinberg zu erleben. Seit gut sechs Jahren kennen sich die beiden Musiker schon. Reinfeld war seinerzeit in Hamburg, um mit dem Jazzpianisten zu komponieren. Diese Verbindung hat Bestand und Zukunft. Man bekommt unmittelbar die Spielfreude mit. Es hat sich ein (kammer)musikalisches Verständnis zwischen den Beiden entwickelt, eine tiefgehende Einvernehmlichkeit.

Reinfelds Mundharmonika-Spiel ist reifer geworden Neben seiner Technik steht die Musik immer stärker im Fokus, die Bandbreite dieses so kleinen Instruments lotet er voll aus. Zudem setzt er – in bescheidenem Maße – technische Mittel ein, um seine Sounds zu modulieren. Wie er mit Spangenberg einen Song wie „Imagine“ von John Lennon interpretiert, das war schon ein Statement: die visionäre Kraft des musikalischen Denkmals kontrastieren sie, zerstören sie fast, um dann wieder zum Thema zurückzukehren. Die Wut über die Geschehnisse in der Welt, die wiederkehrende Kraft der Melodie und die damit verbundenen Hoffnungen sprechen eine deutliche Sprache. Viele schöne Titel, einfühlsames Zusammenspiel, toller Auftritt.

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