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Kommunalwahl 2020 in Viersen: Das sind die Kandidaten von CDU und SPD

Kommunalwahl Viersen : Wer tritt im September in welchem Wahlbezirk an?

Analyse Die SPD hat sich schon festgelegt, bei der CDU existiert eine Vorschlagsliste, die anderen Parteien beraten noch.

 Bei der Kommunalwahl haben die Wähler eine Stimme. Mit ihr wählen sie den Direktkandidaten für ihren Wahlbezirk. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen bekommt. Alle direkt gewählten 25 Kandidaten gehören dem neuen Stadtrat an. Der ist aber üblicherweise doppelt so groß. Die restlichen Ratsmitglieder werden über geschlossene Listen der Parteien gewählt – die sogenannten Reservelisten. Dazu kommen Überhang- und Ausgleichsmandate, damit am Ende die Zusammensetzung des Stadtrates auch das Wahlergebnis widerspiegelt.

Die SPD-Mitglieder haben ihre Direktkandidaten bereits gewählt – und auch die Kandidaten auf der Reserveliste. Die ist bei den Sozialdemokraten in Viersen traditionell wichtiger als die Namen der Direktkandidaten, denn in der Vergangenheit gewannen in nahezu allen 25 Wahlbezirken stets die Direktkandidaten mit CDU-Parteibuch.

Lediglich dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Jörg Dickmanns war es bei der vergangenen Kommunalwahl gelungen, das Direktmandat zu erringen – mit 25 Stimmen Vorsprung. Damals hatte die SPD 15 Sitze im Stadtrat geholt – die Reserveliste zog bis Platz 14. Auf der Liste für die Wahl 2020 belegt der Viersener SPD-Vorsitzende Michael Lambertz Platz eins, dahinter folgt die stellvertretende Süchtelner Ortsbürgermeisterin Sonja Neikes, die erstmals für den Stadtrat kandidiert. Platz drei hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Manuel García Limia – der einzige Kandidat, der bei den Mitgliedern 100 Prozent Zustimmung erhielt. Auf Platz vier folgt die Ratsfrau Ingrid Schneider, dahinter Jörg Dickmanns, gefolgt von Ratsherr Dirk Lenzkes. Auf Platz sieben taucht mit Petra Bien ein neuer Name auf. Der langjährige SPD-Ratsherr Ozan Atakani steht auf Listenplatz acht, Elif Gündes auf Platz neun. Das SPD-Schlachtross Heinz Plöckes hat Listenplatz zehn, Ratsherr Ulf Hippel folgt auf Platz elf, die drei Neuen Tamara Mertens, Hakan Saribas und Panagiota („Jiota“) Kallianteris stehen auf den Plätzen zwölf bis 14. Ratsfrau Annalena Rönsberg, Vorsitzende des Sozialausschusses, kandidiert nicht mehr.

Gewählt sind die Kandidaten der CDU noch nicht, aber die CDU-Stadtverbände haben die Bewerber gewählt. Endgültig entscheiden die CDU-Mitglieder bei einem Parteitag Ende Januar.

Der CDU-Vorsitzende Sebastian Achten kandidiert erstmals für den Stadtrat, will im Bezirk Hoser/Bockert des verstorbenen Fritz Meies antreten. Für die SPD kandidiert dort Juso-Vorsitzender Steffen Hahn. Für Vize-Bürgermeister Hans-Willy Bouren (CDU), seit 1975 im Stadtrat, soll es die letzte Kommunalwahl werden. Franziska Goßmann von der Jungen Union steht als Huckepack-Kandidatin im Bezirk Unterbeberich/Helenabrunn bereit. Für die SPD kandidiert dort  Ratsherr Ulf Hippel. Auch für die langjährige Vorsitzende des Kulturausschusses, Anne Bieler (CDU), die im Bezirk Stadtmitte II antritt, wird die nächste Ratsperiode die letzte werden. Als Direktstellvertreterin steht Laura Mavrides bereit. Für die SPD kandidiert dort der Fraktionsvorsitzende Manuel García Limia.

Die weiteren CDU-Vorschläge und SPD-Kandidaten in der Übersicht: Wahlbezirk Boisheim-Nette: CDU-Bewerber Rainer Thielmann, SPD-Kandidatin Ingrid Schneider. Busch/Hausen/Mackenstein: CDU-Bewerber Michael Aach, SPD-Kandidat Ronny Wochau. Dornbusch/Hagenbroich/Vorst: CDU-Bewerber Paul Mackes, SPD-Kandidat: Ozan Atakani. Dülken-Nord: CDU-Bewerber Alexander Bex, SPD-Kandidat Peter Schmitz. Dülken-Mitte: CDU-Bewerberin ist Ortsbürgermeisterin Simone Gartz, SPD-Kandidatin Jiota Kallianteris. Dülken-Süd: CDU-Bewerber Jürgen Kalina (setzte sich gegen Angélique Vootz durch), SPD-Kandidat Heinz Plöckes. Dülken-West: CDU-Bewerber Jan Winterhoff (der JU-Vorsitzende ersetzt Wolfgang Broichsitter), SPD-Kandidatin Elif Gündes. Hagen/Sittard: CDU-Bewerber ist Süchtelns Ortsbürgermeister Wolfgang Genenger, SPD-Kandidat der Awo-Kreisvorsitzende Klaus-Peter Flintrop. Hamm/Ummer/Heimer/Düpp: CDU-Bewerberin ist die Alt-Viersener Stadtverbandsvorsitzende Anne Kolanus, SPD-Kandidat Christopher Simons. Hülsdonk/Robend Ratsfrau Anne Daniels tritt für die CDU nicht mehr an, stattdessen bewirbt sich Ratsherr Volker Rose. Für die SPD kandidiert Hakan Saribas. Löh: Für die CDU bewirbt sich der Fraktionsvorsitzende Stephan Sillekens. SPD-Kandidat ist Sascha Zimmer. Oberbeberich/Beberich: CDU-Bewerber ist Wolfgang Dörenkamp, SPD-Kandidatin Tamara Mertens. Oberrahser/Rahser: CDU-Bewerberin ist Friederike Rahn von der Jungen Union, die erstmals für den Stadtrat kandidiert. SPD-Kandidat ist Jörg Dickmanns. Ransberg: CDU-Bewerber ist Thomas Gütgens, SPD-Kandidat der Parteivorsitzende Michael Lambertz. Schirick: CDU-Bewerberin ist Manuela Krienen, SPD-Kandidatin Annette Huelser. Süchteln-Mitte: CDU-Bewerberin Susanne Sartingen, SPD-Kandidatin Petra Bien. Süchteln-Nord: Zwei Neulinge treten gegeneinander an: CDU-Bewerber Niklas Vath und SPD-Kandidatin Klara Leiterer. Süchteln-Süd: CDU-Bewerber Uwe van de Venn, SPD-Kandidatin Sonja Neikes. Unterrahser: CDU-Bewerber Ralf Robertz, SPD-Kandidat Dirk Lenzkes. Viersen-Nord: CDU-Bewerber Stephan Seidel, SPD-Kandidat Jens Krudewig. Stadtmitte I: CDU-Bewerber Ole Wiggers, SPD-Kandidatin Patricia Jessen. Viersen-Südost: CDU-Bewerber: Jürgen Moers. SPD-Kandida: Patrick Rönsberg.

Die übrigen Parteien werden ihre Kandidaten in den kommenden Wochen aufstellen.

In einer früheren Version des Textes hieß es, jeder Wähler habe zwei Stimmen. Das ist bei Landtags- und Bundestagswahlen zutreffend, bei Kommunalwahlen in NRW gilt hingegen das Einstimmenwahlrecht.