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Kommentar zum Aufmacher Tafel Niederkrüchten

Kommentar : Tafel braucht Unterstützung

In der Gründungsphase vieler Tafeln mussten die Initiatoren noch Überzeugungsarbeit leisten, dass es überhaupt einen Bedarf gebe. Inzwischen zweifelt den Bedarf niemand mehr an. Die Zahl der Bedürftigen, die das Angebot der Tafeln nutzen, ist hoch und nimmt eher weiter zu als ab.

Inzwischen ist klar, dass das Einsammeln von Lebensmitteln und die Ausgabe an die Empfänger ein Knochenjob ist. Problem ist nur, dass es gerade viele Rentner sind, die sich in diesem Bereich ehrenamtlich engagieren. Ihnen fällt vielfach das Kisten tragen und lagern schwer.

Hinzu kommt der leidige Kostendruck. Man braucht ein Kühlfahrzeug, ein Lager, eine Ausgabestelle. Das gibt es nicht zum Nulltarif. Man kann verstehen, dass der Bundesverband staatliche Unterstützung fordert.

Aber geht damit nicht auch das bürgerschaftliche Engagement für die ärmeren Mitmenschen verloren? Und wer Steuermittel verteilt, will mitbestimmen und muss kontrollieren. Will man das?