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Kreis Viersen: Kommentar: Endlich etwas Handfestes

Kreis Viersen : Kommentar: Endlich etwas Handfestes

Es hat eine Weile gedauert, bis die AG Wilddichte ihr Konzept und eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen erarbeitet hat. Das Papier listet Versäumnisse – beispielsweise hätte das Monitoring noch reichlich Luft nach oben gehabt – und viele Hinweise auf, was künftig besser gemacht werden sollte. Es wäre fahrlässig und falsch, das Ergebnis auf den Erhalt des Zaunes zu verkürzen. Minister Remmel hat mit seiner Verfügung, den Zaun ab Frühjahr 2013 schrittweise abzubauen, den Druck auf alle Beteiligten deutlich erhöht. Er hat gehandelt, wo andere reden und sich ihrer landes- und kommunalpolitischen Mitverantwortung entziehen. Abzuwarten bleibt nun, ob und wie das Konzept umgesetzt wird, das die Experten ausgearbeitet haben. Hält es den strengen EU-Richtlinien stand, sollte zügig gehandelt werden. Bleibt das Damwild im Gebiet, muss der Zaun stehen bleiben. Das wird eine Menge Geld kosten.

Still geworden ist es um einen anderen Schauplatz in der Auseinandersetzung um das Naturschutzgebiet: Bundesminister a.D. Joachim Borchert hat als Jagdverbandspräsident und auch in seiner Eigenschaft als Präsident der NRW-Stiftung angekündigt, er werde dafür sorgen, dass dem WFG-Geschäftsführer Rolf Adolphs der Jagdschein entzogen wird. Starken Worten folgte bisher nur heiße Luft. Der Doppel-Präsident hat eine jämmerliche Vorstellung geboten. Das schadet beiden Institutionen, denen er vorsteht. LUDGER PETERS

(RP)