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Knuppertz feiert 25 Jahre mit Schreinerei in Viersen

Unternehmen in Viersen : Knuppertz führt eigene Schreinerei seit 25 Jahren mit Leib und Seele

1995 wagte Ingo Knuppertz den Sprung in die Selbstständigkeit und übernahm eine Schreinerei in Kempen. Nach mehreren Umzügen ist er in Viersen angekommen.

Zum 25-jährigen Bestehen seiner Schreinerei wollte Ingo Knuppertz auch anderen eine Freude machen. Darüber freuen sich Luzia Witthake und Waltraud Siemons von der Viersener Tafel ganz besonders. Denn der Schreiner spendete im Rahmen seines Jubiläums 400 große Weckmänner für die Kunden der Tafel. „Mir ist es wichtig, den Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht“, sagt der 52-Jährige. „Ich bin selber froh, dass ich das Jubiläum begehen und zudem in meiner Schreinerei die Corona-Zeit so gut kompensieren kann.“

Durch eine breite Aufstellung und ein gutes Netzwerk ist es Knuppertz gelungen, seinen Betrieb erfolgreich durch ein Vierteljahrhundert zu führen. Der Start in die Selbstständigkeit erfolgte 1995 in Kempen, als Knuppertz die Schreinerei Wintersig übernahm. „Durch den Beruf kannten Thomas Wintersig und ich uns schon lange. Als Thomas als Dozent an die Meisterschule ging und einen Nachfolger für seine Firma suchte, übernahm ich diese“, erzählt der Schwalmtaler.

Damals war die Schreinerei auf Gastronomie-Einrichtung spezialisiert, auf den Thekenbau. Nach zwei Jahren vergrößerte sich das Unternehmen, der Umzug an die Gladbacher Straße in Viersen folgte. Dort ging unter anderem die Tischproduktion für ein bekanntes Möbelhaus in Serie, auch der individuelle Möbelbau begann. 2001 stand der nächste Umzug an: Man brauchte mehr Platz – und den fand die Schreinerei in Neersen. Der Möbelbau rückte immer mehr in den Mittelpunkt, insbesondere für Privatkunden. Exklusive Küchen und weitere Einrichtungen kamen ins Programm.

Mittlerweile war auch Wintersig als angestellter Tischlermeister wieder in das Unternehmen eingestiegen. Da die Schreinerei in Neersen keine Ausstellungsräume hatte, diese aber immer notwendiger wurden, ging es Anfang 2006 nach Viersen an die aktuelle Adresse: In der ehemaligen Firma Neukirchen an der Eichenstraße 93 fand der Tischler die ideale Lösung für seine Firma.

Dort folgte die nächste Umstrukturierung. „Ich wollte nicht zu einem solch hohen Prozentsatz von einem Möbelhaus abhängig sein“, sagt Knuppertz. Daher kamen zum individuellen Möbelbau der Möbelbau für Messen, Sonderanfertigungen im Ladenbau und Praxiseinrichtungen hinzu. Wie richtig diese Entscheidung war, konnte Knuppertz kurze Zeit später feststellen. Die breite Aufstellung half dem Schreiner in diesem Jahr auch über die Corona-Zeit hinweg. Den wegfallenden Möbelbau für Messen konnte er über die anderen Bereiche kompensieren.

Knuppertz ist Schreiner mit Leib und Seele. „Ich hatte meine Lehrstelle schon mit 14 Jahren sicher. Als ich 16-jährig mit der Schule fertig war, ging es los“, erinnert er sich. Die Ausbildung liegt ihm am Herzen. Nach den ersten Jahren der Selbstständigkeit startete er bereits als Ausbildungsbetrieb durch – das ist bis heute so geblieben. Zu seinen vier Mitarbeitern gehört ein Azubi.