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Klaus Forßmann aus Niederkrüchten erhält Verdienstmedaille

Leistungen für Naturschutz : Niederkrüchtener erhält Verdienstmedaille des Verdienstordens

Klaus Forßmann wurde für sein langjähriges Engagement im Natur- und Umweltschutz ausgezeichnet.

Große Ehre für Klaus Forßmann: Der Niederkrüchtener bekam vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Am Montag fand die feierliche Übergabe im Viersener Kreishaus durch die stellvertretende Landrätin Luise Fruhen statt. Dazu erhielt er eine offizielle Urkunde vom Bundespräsidenten.

Damit wurde der 84-Jährige für sein jahrzehntelanges Engagement im Natur- und Umweltschutz ausgezeichnet. „Ihr Beispiel zeigt, dass wir ohne die Vielzahl an ehrenamtlichen Kräften auf verlorenem Posten stehen würden“, sagte Laudatorin Fruhen. „Menschen wie Sie, die Idee entwickeln, anpacken und andere begeistern. Sie sind ein Vorbild für uns alle.“ Im Anschluss an die Laudatio hielt der Niederkrüchtener eine Dankesrede. „Ich kann nur allen meinen Mitstreitern danken für die viele Arbeit, die ja auch Früchte getragen hat“, sagte Forßmann. „Diese Auszeichnung verdienen alle.“

Bevor sich Forßmann dem Naturschutz widmete, studierte er in eine gänzlich andere Richtung, nämlich Maschinen- und Flugzeugbau. „Wobei, so ganz stimmt das ja nicht. Zahlreiche Errungenschaften der Ingenieurskunst haben ihre Grundlage in der Natur“, sagte Fruhen. „Flora und Fauna sind häufig Vorbild für technische Innovationen.“ Nach seinem Studium arbeitete Forßmann zunächst bei einer Firma für Industrieanlagen, ab Ende der 1960er Jahre bis zur Rente bei der Firma Henkel in der Personalabteilung.

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Seine zweite Karriere begann vor   36 Jahren. 1983 als Naturschutz noch kein Thema in der breiten Öffentlichkeit war, fasste er einen Entschluss: „Ich dachte mir, ,Du kannst nicht immer nur Freude an der Natur haben, Du musst auch selbst etwas dafür tun’“, so der 84-Jährige. „Ich bin im Schwarzwald aufgewachsen, deshalb hatte ich die Natur immer im Sinn.“ Anschließend trat er in den NABU Willich ein, wo er auch rasch die Leitung übernahm. „Das war für mich eine Herzensangelegenheit“, betonte Forßmann. Wie bei allen seinen Stationen arbeitete er ehrenamtlich.

Darüber hinaus trat er 1983 in den Naturschutzbund Deutschland ein, „für den Sie sich seitdem so viele Stunden engagiert haben“, betonte Fruhen. Zusätzlich war Forßmann von 1994 bis 2000 stellvertretender Vorsitzender beim NABU-Bezirksverband Krefeld, seit 1995 auch im Trägerverein der Biologischen Station aktiv. Danach zog er für knapp zwölf Jahre in die Eifel.

„Als ich dann 2013 wieder in den Kreis Viersen kam, bat man mich, den Ortverband Niederkrüchten etwas anzukurbeln“, sagte der 84-Jährige. So ist seitdem der NABU Niederkrüchten seine Heimat. Darüber hinaus organisiert er seit seinem Umzug regelmäßig Aktionen und Führungen mit Kindern der örtlichen Kitas, um auch den Nachwuchs für die Natur zu begeistern.