Kita-Träger Horizente plant Millionen-Investitionen im Kreis Viersen

Horizonte : Kita-Träger plant Millionen-Investitionen

Die Horizonte GmbH will in Tönisvorst neu bauen; in Brüggen und Niederkrüchten werden Kindertagesstätten erweitert, in Meerbusch und Bracht bekommen die Kitas neu gestaltete Außengelände.

Zwei Kita-Neubauten, zwei Kita-Erweiterungen und diverse Sanierungsmaßnahmen – der katholische Kita-Träger Horizonte plant in diesem und in den kommenden Jahren massive Investitionen im Kreis Viersen und in Meerbusch.

Vor rund fünf Jahren war die Horizonte gegründet worden. Ziel: katholische Pfarrgemeinden vom Verwaltungsaufwand der pfarreigenen Kindergärten zu entlasten und Synergieeffekte zu nutzen. Mit neun Einrichtungen in Meerbusch, Viersen-Süchteln, Brüggen und Niederkrüchten ging die Horizonte 2014 an den Start, mittlerweile ist sie Trägerin von 15 Kindertagesstätten mit 48 Gruppen und etwas mehr als 1000 Kindern.

Spätestens Anfang April soll das erste Bauprojekt fertig werden: In Brüggen wird die Kita St. Nikolaus für rund 900.000 Euro erweitert, von drei auf fünf Gruppen. „Wir sind mit dem Bau schon sehr weit, aktuell suchen wir die Fliesen aus“, berichtet Horizonte-Geschäftsführerin Hildegard Trosky-Michalek.

Noch im ersten Halbjahr 2019 soll Baubeginn fürs nächste Bauprojekt sein: Die Kita St. Bartholomäus in Niederkrüchten wird um eine auf dann drei Gruppen erweitert. Dazu wird eine zweite Etage errichtet. Geplante Kosten – inklusive einer Erneuerung des Außengeländes: rund 580.000 Euro. Trosky-Michalek: „Zum 1. August 2020 wollen wir fertig sein.“

Die beiden größten Bauprojekte stehen in Tönisvorst auf der Agenda. Die Kita St. Antonius soll von zwei auf vier Gruppen erweitert werden; dazu soll die bestehende Kita einem Neubau für 1,9 Millionen Euro weichen. „Der Neubau ist nur wenige hunderttausend Euro teurer als es eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes wäre“, berichtet die Horizonte-Geschäftsführerin. Zum 1. August 2020 soll die neue Kita ihren Betrieb aufnehmen. Und: Auch die Kita St. Godehard in Vorst soll für 2,2 Millionen Euro neu gebaut werden, dann mit Platz für fünf Gruppen statt für drei. „Ende 2019 soll der Spatenstich sein“, berichtet Trosky-Michalek, „wir rechnen mit zwölf bis 15 Monaten Bauzeit“.

Neben den  Neubauten sind auch Sanierungen und Erweiterungen im Bestand geplant: In der Kita St. Franziskus in Viersen-Süchteln ist eine zusätzliche fünfte Gruppe schon da, spätestens bis Oktober soll auch das Gebäude dafür hergerichtet sein. Die Kita St. Laurentius in Niederkrüchten-Elmpt bekommt ein neues Dach, die Kita Mariä Himmelfahrt in Brüggen-Bracht soll schon im Sommer ein neues Außengelände haben, das zusammen mit einer Architektin entwickelt wird. Ein neues Außengelände ist auch für die Kita St. Franziskus in Meerbusch-Strümp geplant, voraussichtlich bis 2020 soll es fertig sein. Geplante Kosten: 100.000 bis 120.000 Euro. Die beiden anderen Kitas in Meerbusch - St. Stephanus in Lank und St. Nikolaus in Osterath - sollen einen Innenanstrich erhalten.

Wirtschaftlich steht die Horizonte GmbH gut da. „Durch Gelder aus dem Rettungspaket konnten wir zusätzliche Personalstunden in den Kitas oberhalb der gesetzlichen Mindestbesetzung zur Verfügung stellen“, berichtete die Geschäftsführerin. Das Bilanzergebnis zum Jahresabschluss 31. Juli 2018 lag bei gut 830.000 Euro, die zweckgebundenen Rücklagen für die Instandhaltung von Gebäuden und die Neuanlagen von Außengeländen belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro.

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