Kreis Viersen: Kirchenkreis mangelt es an ausgebildeten Theologen

Kreis Viersen: Kirchenkreis mangelt es an ausgebildeten Theologen

Eine unklare finanzielle Situation, ein Mangel an Theologen und längerfristig anstehende Kooperationen der evangelischen Gemeinde - die 117 Delegierten der 26 Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen hatten bei der Synode in der Thomaskirche in Kempen ein straffes Programm zu bewältigen.

Ein ganz wichtiger Punkt, so Superintendent Burkhard Kamphausen, sei die Pfarrstellensituation im Kirchenkreis. Insgesamt gibt es derzeit 62 Pfarrer. Es mangelt an ausgebildeten Theologen. Daher übernehmen auch in der evangelischen Kirche Laien Predigtaufgaben. In einer zweijährigen Ausbildung erhalten sie das nötige Rüstzeug für ihre Arbeit. Pfarrer Marc-Albrecht Harms betonte die Wichtigkeit dieser Arbeit. Die Ehrenamtler setzten andere Schwerpunkte, die sehr wertvoll seien. Langfristig werde es aber Kooperationen verschiedener Gemeinden geben müssen.

Sorgen bereitet dem evangelischen Kirchenkreis eine weiterhin unklare finanzielle Situation. Es fehlt seit einigen Jahren durch die Umstellung des Finanzsystems an verlässlichen Zahlen. Das erschwert die Planung. Nach einer Diskussion über die Möglichkeit, überhaupt einen Haushalt für 2018 zu erstellen, wurde dennoch ein entsprechender Auftrag erteilt. Positiv fiel die Bilanz des Reformationsjahres aus. Hauptthema 2018 soll angesichts des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und der heutigen politischen Weltlage der Frieden sein. Superintendent Kamphausen bestätigte, dass auch im hiesigen Kirchenkreis die Einbeziehung anderer Gottesdienstformen denkbar sei. Es gebe wie in früheren Jahren Einflüsse zum Beispiel durch Christen aus anderen Herkunftsländern. Dies sehen er und Harms positiv. Wichtig sei, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und zusammenzubleiben.

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Neu besetzt wurde die Stellvertretung des ersten Synodalältesten. Diese übernimmt nun Helmtrud Beisler aus Meerbusch. Rüdiger Leibauer aus Grefrath wurde zum Stellvertretenden des dritten Synodalältesten gewählt. Nicht neu besetzt wurde die Stelle des ersten stellvertretenden Superintendenten. Amtsinhaber Michael Windhövel war im Oktober verstorben. Sein Nachfolger soll bei der Synode 2018 gewählt werden.

(RP)