Brüggen: Kinder gehen früher zur Kita

Brüggen : Kinder gehen früher zur Kita

Die Katholische Tageseinrichtung St. Mariä Himmelfahrt Bracht wird um- und ausgebaut, damit sich dort zukünftig auch Kinder unter drei Jahren wohl fühlen. Das Investitionsvolumen beträgt 370 000 Euro.

Die Kinder gehen immer früher in den Kindergarten. Das bedeutet, dass die Träger und die Kommunen investieren müssen, um ihre Tageseinrichtungen fit zu machen für den veränderten Bedarf jüngerer Kinder. In Brüggen steht nun der Um- und Ausbau der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Mariä Himmelfahrt in Bracht an. Zukünftig soll die bisher dreigruppige Einrichtung 40 Kindern Platz bieten, davon zwölf unter drei Jahren. Im Sozialausschuss wurden die Planungen zum Um- und Erweiterungsbau vorgestellt.

Erweiterung nötig

Der derzeitige Kindergarten ist in drei Bauabschnitten von den 50er-Jahren bis 1996 entstanden. Die aktuellen Anforderungen für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren ließen sich allerdings im vorhandenen Baukörper nicht abdecken. Nachdem der Umbau zunächst für drei Gruppen geplant wurde, ergab eine neuere Bedarfsplanung, dass zukünftig auch eine zweigruppige Einrichtung dem Bedarf in Bracht gerecht werden würde. Dennoch wird neben dem Umbau auch ein Erweiterungsbau nötig. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 370 000 Euro. 216 000 Euro fließen aus Fördermitteln von Land und Bund. 82 000 Euro kommen aus Eigenmitteln des Kirchengemeindeverbandes Brüggen-Niederkrüchten. Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat nach intensiver Diskussion, einem Zuschuss von bis zu 72 .000 Euro bei Zweckbindung zuzustimmen.

Allerdings äußerten die Grünen "Bauchschmerzen", denn der Neubau wird zwar nach dem neuesten energetischen Standard gebaut, das gilt aber nicht für die Umbauten im vorhandenen Gebäude. "Energie sparen ist das Gebot der Stunde. Ich muss schwer schlucken, dass das kein Thema ist", sagte Angelika Verkaar. Gleichwohl betonten Hannes Vilcans vom Kreisjugendamt und Amtsleiter Joachim Müllers, der vorgestellte Plan sei eine gute Lösung zu einem vernünftigen Preis. Grundsätzlich werde der Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren steigen. Daran ließ Hannes Vilcans vom Kreisjugendamt keinen Zweifel. Es sei ein allgemeiner Trend im Kreis, dass immer mehr Eltern pünktlich zum 3. Geburtstag ihrer Kinder einen Platz in einer Kindertageseinrichtung nachfragten. Aus dem Bedarfsplan für die Kinderbetreuung geht hervor, dass die Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter drei Jahren derzeit mit 65 Plätzen in Tageseinrichtungen und acht Plätzen in der Tagespflege in Brüggen und Bracht gedeckt wird. "Das Angebot wird in den nächsten Jahren ausgebaut. Es wird ausgebaut werden müssen", meinte Sozialamtsleiter Joachim Müllers. Ab 2013 muss laut Vilcans für jedes dritte Kind unter drei Jahren ein Platz zur Verfügung stehen. Diesen Rechtsanspruch werde die Gemeinde erfüllen, meinte Müllers.

(RP)