Viersen: Kanew weiter im Blick

Viersen: Kanew weiter im Blick

Die ukrainische Partnerstadt braucht nach wie vor viel Unterstützung aus Viersen. Das wurde bei der Hauptversammlung des Vereins "Freunde von Kanew" deutlich. Fritz Meies bleibt Vorsitzender.

Klarer hätte es bei der Hauptversammlung des Vereins "Freude von Kanew" nicht ausgehen können. Auf der Tagesordnung stand die Wahl des Vorstandes. Einstimmung wurden Fritz Meies als erster und Dr. Walter Alsweiler als zweiter Vorsitzender wiedergewählt. Das galt auch für Thomas Gütgens als Schatzmeister. Neue Schriftführerin ist Birgit Karch-Bödeker, die Wilhelm-Josef Dobbelstein ablöste. Harry Putzar, Helmut Heyer und Hans-Willi Janissen-Brass bleiben Beisitzer. Neu dazu kommen Kirstin Andreas und Bernd Stapels.

Hilfe kommt an

Dass der Verein stolz auf die geleistete Arbeit sein kann, verdeutlichte Fritz Meies beim Rückblick auf das vergangene Jahr. Die erfolgreich angelaufene Renovierung der Kinderklinik, die drei großen humanitären Transporte, die Übernahme der Kosten für die Betreuung und Förderung von 63 behinderten Kindern, die Ausstattung der Kindergärten und nicht zuletzt die erfolgreiche Operation des achtjährigen Danijls in der Uni-Klinik in Kiel, die der Verein realisierte – die Liste der geleisteten Arbeit war lang.

Erfreut zeigte sich Meies ebenfalls darüber, dass auch das Ziel, Menschen zusammenzubringen, erreicht werde. Mit besonderer Freude bemerkte er, dass bei den Transporten jedes Mal rund 200 Pakete und circa 30 Briefe von Viersenern für "ihre" Familien nach Kanew mitgingen. Es sei keine Partnerschaft auf dem Papier, sondern ein gelebtes Miteinander. Das verdeutlichten auch die Zahlen. Mehr als 2500 Viersener besuchten Kanew seit Bestehen des Vereins und über 200 Bürger aus Kanew starteten einen Gegenbesuch.

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Finanziell steht der Verein auf gesunden Füßen. Es könne besser sei, aber man sei zufrieden, betonte Meies. Die Spendenbereitschaft sei trotz der wirtschaftlichen Probleme nach wie vor gut. Allein für den erkrankten Danijl spendeten 500 Bürger aus dem Kreis Viersen Summen zwischen 3 und 5000 Euro. "Wir sind ein Verein ohne jegliche Verwaltungskosten. Jeder Cent geht bei uns in die Hilfe für die Freunde in der Ukraine", erinnerte Meies.

Für 2010 hat sich der Verein ebenfalls viel vorgenommen. Unter anderem soll die Renovierung der Kinderklinik abgeschlossen, eine Begegnungsstätte für den Blindenverein eröffnet werden. Schüler aus Kanew werden für drei Wochen am Unterricht des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums teilnehmen – für 2011 ist ein Gegenbesuch von Viersener Schülern in der Partnerstadt geplant. Die "Freunde von Kanew" richten am 25. Juli im Rahmen des Viersener Südstadtsommers ein großes Fest auf dem Gereonsplatz aus. Dafür reisen die ukrainischen Tanzmeister der Tanzgruppe "Iwasa" an. Es wird kulinarische Spezialitäten aus der Ukraine geben und typische Gegenstände des Landes sollen verkauft werden.

"Alle Menschen in Kanew die Hilfe brauchen, werden sie bekommen", versprach Meies zum Abschluss der Versammlung.

(RP)