Niederkrüchten: Kämpferische Töne beim SPD-Dreikönigstreffen

Niederkrüchten: Kämpferische Töne beim SPD-Dreikönigstreffen

Vorsitzender Marco Goertz kritisierte die Verwaltung

SPD-Vorsitzender Marco Goertz schlug beim Dreikönigstreffen der Niederkrüchtener Genossen kämpferische Töne an. Angesichts des desolaten Zustands der Bäder etwa übte Goertz Kritik an der Gemeindeverwaltung. Viele Mängel, die sich zu einem Sanierungsstau aufgetürmt haben, hätten im laufenden Betrieb beseitigt werden können. "Jeder Hausbesitzer hält sein Eigentum besser in Schuss. Für mich ist dieser Umgang mit Gemeindeeigentum unverständlich", sagte der SPD-Chef. Was die Zukunft der Bäder angeht, erhofft er sich Impulse von der Bäderkommission, die in Kürze tagt.

Kritisch fällt auch die Zwischenbilanz der SPD zur im Frühjahr 2017 gestarteten interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden Niederkrüchten, Brüggen und Schwalmtal aus. Sie beinhaltet zunächst einen gemeinsamen Bereitschaftsdienst der Bauhöfe sowie eine Bündelung von Wohngeldanfragen und der Rentenberatung. Insbesondere die Vergabe der Wohngeldstelle nach Schwalmtal kritisierte Goertz. Der Service für die Bürger in Niederkrüchten sei "drastisch gekürzt worden". Die Bündelung in Schwalmtal "eine unsinnige Entscheidung".

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Positiv sieht er den Umzug der katholischen Grundschule ins ehemalige Hauptschulgebäude. Ebenso begrüßt die SPD die Pläne, am frei werdenden Grundschul-Standort an der Dr.-Lindemann-Straße barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Wichtig sei auch der Zusammenschluss der Niederkrüchtener Realschule mit der Schwalmtaler Janusz-Korczak-Realschule. Im Bereich Wirtschaft richtet die SPD den Fokus auf die Konversion des ehemaligen Militärflughafens. Hier sei besonders eine Vorab-Erschließung eines 20 Hektar großen Teilbereichs für den gemeindlichen Bedarf an kleineren Gewerbeflächen wünschenswert.

(jo-s)