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Jungforscher aus Brüggen erkundet Wale und Delfine

Brüggen : Jungforscher erkundet Wale und Delfine

Der 17-jährige Heinrich Daum aus Born hat an einer Expedition auf die Azoren teilgenommen. Von seiner Reise berichtet er bei Vorträgen im Grenzland

Fünf Vorträge hat der 17-jährige Heinrich Daum aus Born bislang im Grenzland gehalten. Unter anderem schilderte er Besuchern in den Bibliotheken in Elmpt und Waldniel seine Eindrücke einer Reise zu den Azoren. Der Schüler, der die elfte Klasse der Waldorf-Schule in Mönchengladbach besucht, nahm an einer Jugendforschungsreise dorthin teil, sah Streifendelfine im offenen Atlantik und bestieg einen Vulkan.

„Die Azoren sind neun kleine Inseln, die mitten im Atlantik auf der Route der Wal-Wanderungen liegen“, erklärt der 17-Jährige. „Die Inselgruppe, die durch Ausbrüche von Unterwasservulkanen entstand, gehört zu Portugal, ist rund 1370 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt und erstreckt sich über 500 Kilometer.“ Auf der Route der Wal-Wanderungen beobachtete der junge Borner auch einen Finnwal, der ihn sehr beeindruckte. „Der größte, den wir beobachtet haben, hatte eine Länge von 24 Metern. Er war fast dreimal so groß wie unser Boot“, erzählt Heinrich.

 Heinrich Daum erkundet den Lebensraum Wasser.
Heinrich Daum erkundet den Lebensraum Wasser. Foto: Daum, Heinrich

Die Expedition fand unter Leitung von Gero Schäfer, Geschäftsführer des Instituts für Jugendmanagement Heidelberg, und Roland Egler, Tierpfleger bei den Delfinen im Zoo Duisburg, statt. Schüler, die an solch einer Jugendforschungsreise teilnehmen, sollten großes Interesse an den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik mitbringen und entsprechend gute schulische Leistungen aufweisen. Außerdem muss die Schule den Jungforscher für den Zeitraum der Expedition vom Unterricht freistellen.

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Weitere Anforderungen kamen hinzu, berichtet Heinrich: „Zuerst musste ich meinen Erste-Hilfe-Schein und mein DLRG-Silber auffrischen“, sagt der junge Rettungsschwimmer, der zur Ortsgruppe Niederkrüchten der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) gehört. Auch das Aneignen von Wissen über die Azoren und Meeressäuger sei ebenso selbstverständlich gewesen wie Erfahrung im Fotografieren.

Über ein Tauchunternehmen machte er die ersten theoretischen Tauchgänge, die Praxis folgte dann in einem Becken auf den Azoren, bevor es ins offene Meer ging. „Das war richtig aufregend für mich“, sagt der junge Borner. Auf den Einsteigerkursus folgte der Fortgeschrittenenkursus, „so dass wir bis 30 Meter tief tauchen durften und auch bei Nacht“, erzählt Heinrich. Dabei habe sich ihm eine bunte Unterwasserwelt offenbart. „Dank der neuen Eindrücke auf den Azoren habe ich jetzt ein neues Hobby“, sagt er. „Ich bleibe dem Tauchsport treu.“ Auch Angebote, als Tauchlehrer-Assistent auszuhelfen, habe er schon erhalten.

Der 17-Jährige will künftig weiter auf dem Wasser arbeiten. Aus seinen Erkenntnissen fertigt er auch eine Jahresarbeit. Er beobachtete dafür unterschiedliche Lebensräume und untersuchte sie, stellte einen Teich in Born als stilles und künstlich angelegtes Gewässer dem Atlantik als offenes Salzgewässer gegenüber.