Julia Steffens aus Viersen betreut Teilnehmer von "Balu und Du"

Mein Projekt 2019 : Vom jungen Balu zur Kinderkrankenschwester

(naf) Ein Jahr lang war Julia Steffens ein „Balu“. Eine Art große Schwester, die sich sonntags ehrenamtlich für ein paar Stunden mit einem Kind trifft, das eben eine große Schwester gebrauchen kann.

Sie war Balu, ein Siebenjähriger war ihr „Mogli“ – ein Team nach Vorbild des Dschungelbuchs. 2019 folgt die nächste Stufe: Ab sofort ist sie ein „Senior-Balu“.

Durch einen Zeitungsbericht war die 19-Jährige auf das Mentorenprogramm des Osnabrücker Vereins „Balu und Du“ aufmerksam geworden. In Viersen wird es seit zwei Jahren von der Freiwilligen-Zentrale koordiniert. 2018 gab es dort sieben Balus, einer von ihnen war Steffens. Jetzt ist sie also „Senior-Balu“: „Ich helfe dabei, Gruppentreffen für die Balus zu organisieren, führe mit ihnen Gespräche und gebe meine Erfahrungen weiter.“ Ihren ersten Einsatz hat sie am 16. Januar: Dann können sich Interessierte bei der Freiwilligen-Zentrale, Süchtelner Straße 2, von 18 bis 19.30 Uhr über „Balu und Du“ informieren.

„Ich bin durch das Programm viel offener geworden“, sagt Steffens – auch ihr anfangs sehr schüchterner Mogli sei jetzt deutlich selbstbewusster. „Ich arbeite sehr gerne mit Kindern“, ergänzt sie: Die ließen sich einfach eher darauf ein, Neues zu lernen. Noch leistet sie Bundesfreiwilligendienst bei den Johannitern in Mönchengladbach und betreut hauptsächlich Erwachsene, doch das Ziel für August 2019 ist gesteckt: „Ich möchte eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester anfangen.“

(naf)
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