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Jugendrotkreuz baut Gruppe in Schwalmtal auf

Engagement in Schwalmtal : Neue Jugendrotkreuzler für Schwalmtal

Im Kreis Viersen ist nach einigen Jahren Vakanz eine Lücke geschlossen worden: Auch in Schwalmtal gibt es jetzt eine eigene Jugendrotkreuzgruppe. Ein Treffpunkt für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren.

In Schwalmtal gibt es ein neues Freizeitangebot für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren: eine Jugendrotkreuzgruppe. „Wir haben damit eine Lücke im Kreis Viersen geschlossen“, sagt Stephan Zdrojewski, Leiter des Jugendrotkreuzes im Kreis Viersen. Schwalmtal sei der letzte Ort im Kreis Viersen gewesen, an dem seit einigen Jahren kein solches Angebot existiert habe. Dass diese Gruppe bei jungen Menschen durchaus beliebt ist, zeigt ein Blick in die benachbarte Gemeinde Niederkrüchten: Dort hat die Nachwuchsorganisation des Deutschen Roten Kreuzes gleich drei Gruppen, 36 Jugendliche sind dort aktiv.

Das Jugendrotkreuz ist nach eigenen Angaben der selbstverantwortliche Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes. Im Kreis Viersen gibt es rund 240 Mitglieder außerhalb der Schulen, dazu kommen rund 340 im schulischen Bereich. Mit dem St.-Wolfhelm-Gymnasium, der Europaschule und der Janusz-Korczak-Realschule bestehen in Schwalmtal Kooperationsverträge über einen Schulsanitätsdienst. Wer an einer Schule als Schulsanitäter aktiv ist, kann etwa Mitschülern helfen, wenn sie krank sind, einen Unfall haben oder Erste Hilfe brauchen – zumindest so lange, bis der Rettungsdienst eintrifft. „Schulsanitäter Justin Lange war es auch, der nach einer eigenen Ortsgruppe in Schwalmtal gefragt hat“, erzählt der Kreisleiter. Lange ist auch selbst bei der neuen Gruppe aktiv.

Anders als beim Schulsanitätsdienst geht das Angebot in einer Jugendrotkreuzgruppe darüber hinaus und erstreckt sich auch auf die politische Bildung und auf „Charakterbildung auf hohem Niveau“: „Wir bieten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Freizeit gemeinsam zu verbringen, Freunde zu finden, Projekte auf die Beine zu stellen und sich auf vielen Gebieten auszuprobieren“, beschreibt der Kreisleiter. Dabei gehe es auch praktisch um erste Hilfe, aber noch vielmehr um Persönlichkeitsbildung: „Jugendrotkreuzler setzen sich für Frieden und Völkerverständigung ein, machen sich stark für Gesundheit und Umwelt oder helfen dort, wo gerade Unterstützung gebraucht wird“, beschreibt der 42-Jährige.

Er selbst hat den Weg zur Organisation über seinen Vater gefunden, der der Vorgänger in dieser Position war, und ist von den Zielen des Jugendrotkreuzes unverändert begeistert. „Wir wollen den Jugendlichen vermitteln, dass sie durchaus auch Fehler machen dürfen. Aber sie sollen auch daraus lernen“, meint Stephan Zdrojewski

In Schwalmtal ist die neue Gruppe noch in der Startphase. Bis jetzt sind elf Mitglieder dabei. Weitere können folgen – zumindest solange, bis die Zahl 30 erreicht ist. Dann würde laut Zdrojewski über eine Aufteilung nachgedacht werden. Doch soweit ist man in Schwalmtal noch nicht.

Das Ehepaar Markus und Bianka Dohmen kümmert sich mit Justin Lange um die neue Jugendrotkreuzgruppe. Markus Dohmen ist als Jugendrotkreuz-Ortsleiter gewählt worden, hat in dieser Funktion viel mit der Verwaltungsarbeit zu tun. Seine Frau Bianka hat zusammen mit Justin Lange die Leitung der Gruppe übernommen. Sie laden Jugendliche an jedem Donnerstag ab 18 Uhr zum Treffen ins Pfadfinderzentrum, Hehler 171, ein.

Was die Jugendlichen in den 90 Minuten machen, sei ganz unterschiedlich, beschreibt Bianka Dohmen: Mal gehe es konkret um ein Erste-Hilfe-Thema, mal werde in der Gruppe über ein Thema diskutiert, mal schaue man sich gemeinsam einen Film an. Alle drei sind sich aber einig: „Die Arbeit mit den Jugendlichen macht viel Spaß.“

Wer noch keine Vorstellung vom Jugendrotkreuz habe, könne gern zu einer Schnupperstunde vorbeikommen.