Viersen: Jeck und bunt im Tollhaus

Viersen: Jeck und bunt im Tollhaus

Jubiläumssitzung mit der KG Helenabrunn, Dämmerschoppen mit dem Festausschuss: Am Wochenende waren in Viersen wieder die Narren los

Die närrische Sitzung der KG Helenabrunn im evangelischen Gemeindehaus zum 4x11-jährigen Jubiläum unter dem Motto "Jubel, Trubel, Heiterkeit - Helenabrunn feiert Narrenzeit" wurde zum Tollhaus. Sitzungspräsident Helmut Schatten rief die Narren an die Gewehre mit der etwas anderen Rakete: "Applaus, Jubel, Ekstase".

Die Tanzmariechen der KG Blau-Wette Jonges traten beim Dämmerschoppen in der Festhalle auf. Foto: Jörg Knappe

Die Sitzung mit tollem Programm (Kindertanzgarde der Dülkener "de Üüle", et Röschen von de Hardt, Frau Kühne, Krefelder Tanzgarde, Jens Ohle sowie die Stimmungsbands "de Altreucher" und "de Boore"), hatte mit dem Ende des Saalkarnevals in Alt-Viersen Signalwirkung. Der Straßenkarneval rückt heran. "Ihr seid alle an Altweiber eingeladen, um mit uns das Stadthaus zu rocken", rief Viersens Prinz Dirk II. aus - mit Prinzessin Betina I. (Mangold) an seiner Seite sowie Begleitung und Prinzengarde im Schlepptau. Das Prinzenpaar sang seinen Erfolgshit. "Ihr gehört zur närrischen Hitparade", sagte Viersens Senatspräsident Frank Schiffers.

Die KG Helenabrunn rückte das Heinsberger Dreigestirn mit Markus Bruns, ihrem Lenebürscher von 2002, in den Mittelpunkt: "Das ist ein Dreigestirn der Konfessionen, alle drei sind Pfaffen. Dreimal Halleluja, Gott sei Dank." Bruns ist der Prinz des geistlichen Dreigestirns mit zwei katholischen und einem evangelischen Pfarrer, das in Deutschland ein Novum ist. Ihre Amtskollegen, Helmut Finzel und Roland Klugmann (Pfarrer von St. Remigius) bekamen ihren Sessionsorden. Viele Jahre war Bruns in Viersen als Priester an St. Helena und St. Josef tätig - mit diversen Aufgaben in der Mispelstadt. Die KG Helenabrunn kürte mit dem Vorjahres-Prinzen Timm Wankum und Carsten Zint, Filialleiter der Spardabank Viersen, zwei neue Senatoren.

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Der Festausschuss Viersener Karneval feierte in der Festhalle mit dem närrischen Dämmerschoppen eine erfolgreiche Premiere. Die Begeisterung auf allen Seiten war groß. "Wir verkauften mehr als 700 Karten im Vorverkauf. Für das erste Mal ist das ganz toll, obwohl wir mit dem Heimspiel von Borussia Mönchengladbach in Konkurrenz standen", sagte Karl Braun, Geschäftsführer im Viersener Senat. Elmar Orta, Senator für Finanzen, fand: "Nach über 25 Jahren mit dem Frühschoppen aufzuhören wurde Zeit, um auch jüngeres Publikum anzusprechen."

Tatsächlich fanden viele junge Leute kostümiert den Weg in die Festhalle, zum Feiern, Schwofen, Tanzen und Schunkeln. Vielfach setzten die Jecken das Sessionsmotto "Mit Föhnfrisur und Dauerwelle - Viersener Narren sind zur Stelle" um. Viersens Prinzengarde-Kommandant Eric Tillmanns meinte ganz aufgeregt: "Wir stehen hier mit großem Tatendrang und Vorfreude auf der Bühne." Senatspräsident Frank Schiffers machte die Moderation des Dämmerschoppens mit tollen Tänzen und Musik im Programm zur Chefsache. Er sprach auch mit unzähligen Besuchern: "Alle fanden gerade den Mix von Vorführungen mit den Gruppen aus Viersen hervorragend." Das kleine und große Viersener Prinzenpaar hatte gemeinsam großen Spaß wie auch das Süchtelner und Dülkener Prinzenpaar. Die auswärtigen Prinzen trugen eine nicht geföhnte "Sturmfrisur". Sie hätten sich ein Beispiel nehmen sollen an den Alt-Viersener Dreistadt-Möhnen - mit knalligen schick sitzenden Perücken.

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