Jazzfestival Viersen: Andreas Martin Hofmeir unterhielt mit einer Brasilianischen Nacht

Jazzfestival Viersen : Brasilianische Nacht mit einem Bayern an der Tuba

Zu einer Brazilian Night lud Martin Andreas Hofmeir ein. Moment mal, Brazilian Night mit einem bayerischen Tuba-Spieler? Nun, das fiel dem Bandleader, der auch als Kabarettist und Autor bekannt ist, nicht schwer.

Er zeigte die Gemeinsamkeiten der Bayern und der Brasilianer auf – und das tat er auf so wunderbare Weise, dass nur ihm das Prädikat „unterhaltsamster Bandleader“ des Festivals zusteht, einfach köstlich.

Brasilianische Liebeslieder also, schöne Melodien aus der Welt der Musica Popular, die Hofmeir, seines Zeichens Professor am Mozarteum in Salzburg, so sensibel phrasierte und gestaltete, dass man die Gesangsstimme nicht vermisste. Dass er mit renommierten Jazzmusikern spielte, hob er hervor. Die spielten diese rhythmisch vertrackte Musik mit Leichtigkeit. André Schwager am Klavier ließ die Musik atmen, Andreas Kurz am Bass war die Ruhe an sich. Drummer Jay Lateef passte sein Spiel wunderbar in diese Welt aus Zurückhaltung und Intensität ein. Da war nichts zu viel, alles aufs Wesentliche reduziert und darum beeindruckend. Neben Liebesliedern und -tänzen gab es auch Stücke wie „Calma“, eine lautmalerische Hommage an den Regenwald – Jazz for Future und Garota de Ipanema als Zugabe.

(nag)
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