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Jazz-Circle Viersen mit erstem Live-Konzert nach 17 Monaten - Schreien vor Glück

Jazz-Circle Viersen : Endlich live — „Es ist so schön, wieder hier zu sein“

Nach gut anderthalb Jahren lud der Jazz-Circle Viersen zum ersten Live-Konzert. Publikum und Künstler waren ausgehungert und begeistert. „Ich würde vor Freude schreien, wenn ich könnte.“

Auf diesen Moment fieberte Jazzsängerin Masha Bijlsma 17 Monate hin: Endlich wieder das Bühnen-Make-up und Bühnenoutfit anlegen und gemeinsam mit ihrer Band auf der Bühne stehen. „Es ist unglaublich. Ich freue mich so sehr und bin stolz, dass das Konzert ausverkauft ist“, sagt Bijlsma. Ihren Live-Auftritt hattte die Niederländerin bereits zweimal verschieben müssen. „Das war eigentlich ein Rückschlag für uns. Trotzdem haben wir auf Viersen gesetzt und gehofft, dass das Konzert heute stattfinden kann“, berichtet die Musikerin.

Auch für den Veranstalter, den Jazz-Circle Viersen, ist dieser Freitagabend ein besonderer Abend: „Unser letztes Konzert ist schon mehr als anderthalb Jahre her“, erklärt die Vorsitzende Brigitta Nolte. Um den Live-Auftritt zu ermöglichen, hatte der Jazz-Circle ein eigenes Hygienekonzept erarbeitet. Nur nachweislich Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete erhielten Zugang zum Live-Auftritt. Im Saal mussten die Besucher einen Mund-Nase-Schutz tragen und der Mindestabstand musste eingehalten werden. Außerdem durften keine Getränke verkauft und keine Pause eingelegt werden. Doch die Umstände nahmen der Vorsitzenden nicht den Spaß: „Wir freuen uns, trotz Einschränkungen, endlich wieder loslegen zu können“.

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Die Euphorie vom Jazz-Circle und den Musikern ging auch auf das Publikum über. Freudestrahlend betraten die 50 Besucher den Saal im Süchtelner Weberhaus. „Ich würde vor Freude schreien, wenn ich könnte“, sagte Nadine Janssen, die leidenschaftlich gerne Konzerte besucht. Und ihr Ehemann Cyrill Janssen ergänzte: „Ich fühle mich schon fast wehmütig, heute hier zu sein. Wir freuen uns für die Musiker und auf den Live-Auftritt.“ Und auch die Krefelderin Marion Kuckertz freute sich, nach gut 16 Monaten wieder ein Konzert besuchen zu können: „Es ist so schön, wieder hier zu sein.“

Schon bei der Vorstellung der Musiker erntete die Band tosenden Applaus. „Jetzt auf der Bühne merke ich, was ich die ganzen letzten Monate vermisst habe“, sagte die Jazzsängerin zu Tränen gerührt. Nach dem Konzert verließ ein rundum zufriedenes Publikum das Weberhaus: Jazz-Fan Xaver Schulze: „Tolle Musiker, eine tolle Sängerin und insgesamt ein rundum gelungener Abend.“