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Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept für Süchteln

Stadtteilkonzept : Süchteln entwickelt sich weiter

Der Stadtteil soll 2019 einen Manager, eine eigene Presseabteilung und einen Rahmenplan für die Fußgängerzone bekommen. Insgesamt 50 Maßnahmen sieht das Entwicklungskonzept für Süchteln vor.

Die Viersener Stadtverwaltung startet eine „Qualitätsoffensive Fußgängerzone“ für Süchteln. Darin enthalten: ein Lichtkonzept, damit historische Bauten demnächst noch mehr her machen, ein Plan zur Grünflächengestaltung, erste städtebauliche Entwürfe für den Lindenplatz und den Platz am Weberbrunnen. Für 75.000 Euro soll ein externes Planungsbüro den Rahmen für die Qualitätsoffensive stecken – damit hat der Ausschuss für Stadtentwicklung die Verwaltung in der jüngsten Sitzung beauftragt. Außerdem soll sie 473.000 Euro in die Immobilien -und Sanierungsberatung  investieren, 567.000 Euro ins Innenstadtmanagement und 90.000 Euro in die Öffentlichkeitsarbeit. Aber das ist erst der Anfang. Schritt für Schritt soll in den kommenden Jahren das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (Insek) für Süchteln umgesetzt werden.

Im Dezember 2017 hatte der Stadtrat das Konzept beschlossen. Es setzt Entwicklungsziele und Handlungsschwerpunkte für Süchteln fest. Was passiert mit dem St.-Florian-Platz? Wie lässt sich die Nahversorgung verbessern? Wie lassen sich Touristen in den Ort locken, wie der Einzelhandel stärken, die Fußgängerzone attraktiver gestalten, Verkehrswege und Parkplatzangebot optimieren? Zu Fragen wie diesen will das Konzept Lösungsvorschläge liefern. Diese Maßnahmen sollen bis etwa 2025 realisiert werden.

Das Stadtteilentwicklungskonzept für Süchteln sieht vor, dass der Platz am Weberbrunnen im Ortszentrum städtebaulich verändert wird. Foto: Nadine Fischer

Für 2018 stellte die  Verwaltung einen Antrag auf Städtebaufördermittel bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Das Geld soll 2019 unter anderem in die Planung für die Qualitätsoffensive Fußgängerzone fließen, an deren Entwicklung auch Anwohner beteiligt werden. Im nächsten Schritt erstellt die Verwaltung jetzt Ausschreibungsunterlagen und vergibt Aufträge für die ersten vier Maßnahmen des Entwicklungskonzepts: Qualitätsoffensive, Immobilen- und Sanierungsberatung, Innenstadtmanagement und Öffentlichkeitsarbeit.

Mit der Immobilien- und Sanierungsberatung soll ein externes Architekturbüro beauftragt werden. Die Fachleute sollen private Hauseigentümer dabei unterstützen, ihre Gebäude instand zu halten. Denn nur so lasse sich der Stadtkern aufwerten, ist die Verwaltung überzeugt. Mitarbeiter eines externen Innenstadtmanagements sollen sich von einem zentral gelegenen Stadtteilbüro aus mit Gastronomen und Einzelhändlern vernetzen, Leerstand reduzieren, dabei helfen, den Bestand zu sichern. Ein weiterer externer Dienstleister übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit und begleitet die Entwicklung im Ort.

Der Busbahnhof zwischen Ratsallee und Johannes-Kepler-Schule soll barrierefrei ausgebaut werden. Foto: Nadine Fischer

Im Konzept werden einige Marketing-Ideen aufgeführt: So könnte Süchteln etwa eine Imagekampagne und ein eigenes Logo bekommen. Außerdem als Maßnahmen aufgeführt: Der alte Tiergarten an der Johannes-Kepler-Schule soll umgestaltet, ein Konzept für die Süchtelner Höhen erstellt und der Verein Königsburg 2.0 mit seinem Kulturprogramm weiter unterstützt werden.

Insgesamt umfasst der Maßnahmenkatalog 50 Punkte, nach Priorität sortiert.