Integrationsrat Viersen lädt zum Fest ins Stadthaus ein.

Integrationfest in Viersen : Integrationsrat lädt zu Fest ein

„Vielfalt verbindet“ heißt das Motto am Samstag im Foyer des Stadthauses

Der Integrationsrat lädt für Samstag, 29. September, von 11 bis 17 Uhr, zu einem bunten Fest ins Foyer des Stadthauses ein. Der stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, Iosif Tsivalidis, und Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) werden das Fest eröffnen.

Viele Vereine wie etwa die griechische Gemeinde, der Atatürk- und der Moschee-Verein sind mit Ständen im Foyer vertreten. Auch das SKM und die Kreismusikschule nehmen an dem Fest unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ teil.

Im Laufe des Tages zeigen die Gruppen verschiedener Nationalitäten Tänze. Die Honorarkonsulin der Republik Albanien in NRW hält einen Vortrag mit dem Thema „Albanische Diaspora in NRW – Integration in der vierten Generation“. Natürlich sorgen die Migrantenvereine auch wieder für ein internationales Buffet.

Mit seinem dritten Fest will der Integrationsrat für mehr Miteinander werben. „Wir wünschen uns auch mehr Engagement und politische Beteiligung von Migranten“, sagt Tok. Mit Besorgnis betrachten die Mitglieder des Integrationsrats den Zulauf für rechtspopulistische Parteien. „Ich bin in zwei Kulturen aufgewachsen. Ich habe einen deutschen und einen türkischen Pass“, sagt Züleyha Tok. Sie sei persönlich nie angefeindet worden. Dennoch fragt sie sich nach Vorfällen wie in Chemnitz, was in Deutschland passiere. „Es gibt einen Stimmungswandel, aber die Politik tut nichts dagegen“, sagt Tok. „Die Politiker könnten ja auch mal hervorheben, was seit 60 Jahren gut läuft in der Migration.“

Iosif Tsivalidis ist bereits mehr als Ausländer angefeindet worden, berichtet er. „Das war zur Zeit der Griechenlandkrise. Einmal hatte ich zur Fußballweltmeisterschaft eine griechische Fahne aus dem Fenster gehängt. Da brüllten zwei Passenten: Du Pleitegrieche.“ Das andere Mal habe man ihn auf einem Spielplatz beleidigt. Die  eher misstrauischen Grundstimmungen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund sei aber kein deutsches Problem. Und: Sie habe mit der Flüchtlingskrise von 2015 zu tun, meint FDP-Ratsherr Frank a Campo. „Die Flüchtlingskrise wurde als Kontrollverlust erfahren.“