Initiatoren wollen Freibad Niederkrüchten erhalten

Niederkrüchten : Freibad-Petition: CDU will noch abwarten

Die Online-Petition zum Erhalt des Niederkrüchtener Freibads hatte bis Donnerstagabend 4242 Unterstützer – davon 2268 aus Niederkrüchten. Jetzt meldet sich die Niederkrüchtener CDU-Ratsfraktion mit einer Stellungnahme zum Freibad und dem Hallenbad in Elmpt zu Wort.

Sie habe Verständnis für die Forderung, das Freibad zu erhalten. „Bei seinen weiteren Entscheidungen wird der Rat aber die Sanierungskosten von mehreren Millionen Euro in den nächsten Jahren und die ungedeckten Kosten für den Betrieb beider Bäder (zuletzt rund 410.000 Euro jährlich oder 9,80 Euro pro Badbesuch) berücksichtigen.“

Das 50 Jahre alte Freibad war auf Beschluss des Rates in diesem Sommer nicht geöffnet worden. Um es kurzfristig betreiben zu können, hätte die Gemeinde Niederkrüchten 184.000 Euro in die Hand nehmen müssen. Noch ist nicht klar, ob es saniert und wieder geöffnet wird. Die Gemeinde favorisiert ein interkommunales Bad, das gemeinsam mit der Gemeinde Brüggen betrieben wird.

Die Niederkrüchtener Dirk Zilz und Maik Faßbender schlugen vor, neben dem Außenbecken ein kleines Hallenbad zu bauen und das Freibad als Kombi-Bad zu betreiben. Sie starteten Anfang Juli die Online-Petition „Rettet das Niederkrüchtener Freibad in neuer Form – bevor es abgerissen wird!“, fragten über die Internetseite auch nach Stellungnahmen der Ratsmitglieder, die sie dort einstellen können. Die gesammelten Unterschriften wollen sie an Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) übergeben, damit sich der Rat nach den Sommerferien damit beschäftigen kann.

„Konkrete Planungen für ein neues Bad gibt es weder in Niederkrüchten noch in Brüggen“, schreibt die Niederkrüchtener CDU-Fraktion. „Bisher existieren lediglich Konzeptstudien. Es gibt weder Beratungen über einen Standort noch über die Finanzierung eines solchen Vorhabens.“ Zunächst müsse die Gemeinde Brüggen erklären, wie sie ihre Bäderfrage lösen möchte. „Die mit der Petition verbundenen Forderungen und Anregungen werden in die weiteren Beratungen einfließen.“

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