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In Viersen wird Kunst gezeigt - von prominent bis lokal

Ausstellung : Auch ein Werk von Gerhard Richter ist zu sehen

Vier Galeristen präsentieren in der Süchtelner Galerie Klimczak bei der „Art Exklusiv“ unterschiedlichste Werke

Auf einer kleinen Arbeit von Jan M. Petersen entdeckt man ein kleines Mädchen, das in einem Buch liest. „Kunst ist unsere Muttersprache“ ist darüber gedruckt. Ein gutes Motto für eine Ausstellung. Gut gelaunt stehen die Macher der Präsentation beisammen: der Hausherr Rainer Klimczak mit Sven Purrmann von der Galerie Edition Purrmann aus Grefrath, Thomas Casteel aus Mönchengladbach und Erhard Witzel aus Dornbirn in Österreich. Zum zweiten Mal stellen die vier befreundeten Galeristen die Ausstellung „Art Exklusiv“ in der Galerie Klimczak in Süchteln auf die Beine. „Die Aktion im vergangenen Jahr hat uns so gut gefallen, dass wir sie gerne wiederholen“, sagt Witzel. Der Zuspruch an Publikum war gut, die Verkäufe stimmten auch. An diesem Abend ist es ein bisschen wie ein Sommerfest: drinnen Kunst, draußen Currywurst und Bier.

Kunst findet der Besucher in allen Räumen. Anders als sonst ist sogar die Etage unter dem Dach der Galerie mit Kunst gefüllt. Schließlich sind es Arbeiten von mehr als 30 Künstlern, die die vier Galeristen zusammengetragen haben. Welcher Galerist welchen Künstler vertritt, wird übrigens nicht deutlich gemacht. Das gehört wie 2017 zum Konzept.

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Die Ausstellung ist ein vielfältiges Angebot für jeden Geschmack und für unterschiedliche große Geldbeutel. Da gibt es die großen Namen der neueren Kunstgeschichte wie Gerhard Richter. Von ihm ist eine leuchtende Glasmalerei zu sehen. Oder Robert Rauschenberg ist vertreten mit einer fast schon politisch motivierten Lithografie, Tom Wesselman gehört mit dem Siebdruck eines Stilllebens dazu.

Prominenz und lokale Künstler

In der Vielfalt der Ausstellung finden sich auch Künstler aus der Region. Von der Mönchengladbacherin Maria Lehnen sieht man kleinere Abgüsse ihrer zarten kokonhaften Menschengestalten sowie einige Bilder, der Nettetaler Andreas Lutherer ist unter anderem mit den „Margeriten“ vertreten. „Mischtechnik hinter Glas“ – so ist die Technik erklärt: die Wirkung ist die einer dreidimensionalen Blütenwiese. Eine außergewöhnliche Wirkung erzielen auch die in Kunstharz gegossenen Fotos von Liu Guangyun. Er lässt die Porträts aus einer bunten Welt schemenhaft hervortreten. Mit dem Maler und Baselitz-Schüler Norbert Bisky aus Leipzig ist eine andere Richtung der Malerei vertreten: „Der Feind steht im eigenen Land“ heißt sein verstörend leeres Bild: Drei Menschen stehen sich auf einer freien Fläche gegenüber, sie scheinen sich auf dem weißen Grund zu verlieren, aber  ihre Haltung lässt nichts Gutes vermuten.

Die Ausstellung vereint nicht nur die unterschiedlichen Positionen der vier Galeristen, sondern spiegelt auch die vielfältigen Positionen moderner und zeitgenössischer Kunst. Deshalb der Tipp: Zeit mitbringen – es gibt ja auch viel Interessantes zu sehen.

Info Die Ausstellung in der Galerie Klimczak,   Oberstraße 2 in Viersen-Süchteln, ist bis Sonntag, 24. Juni jeweils von 14 bis 19 Uhr geöffnet.