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Viersen: In Viersen sind noch 70 Plätze für Flüchtlinge frei

Viersen : In Viersen sind noch 70 Plätze für Flüchtlinge frei

In Viersen gibt es vier Übergangsheime, in denen bis zu 232 Asylbewerber wohnen können. Zum Stand Anfang Dezember waren 160 der Plätze belegt, damit ist die Zahl der Flüchtlinge in Viersen innerhalb von zwei Jahren um 70 Prozent gestiegen. Die meisten Asylbewerber sind alleinstehende Männer, die aus Nigeria, Bangladesch, Afghanistan, Irak und Iran stammen.

Die vier Heime liegen in Alt-Viersen, Dülken und Süchteln – drei von ihnen am Rand des jeweiligen Stadtteils. So befindet sich beispielsweise eine Unterkunft an der Süchtelner Schmiedestraße mit Platz für 100 Personen zwischen einem Feldrand und Industriebetrieben. Die Unterkunft am Marienplatz für 87 Personen liegt am Alt-Viersener Ortsrand nahe des Hammer Bachs. Auch die Dülkener Unterkunft an der Bodelschwinghstraße ist wenig zentral – anders als die Viersener Bleibe An der Josefskirche, in der bis zu 22 Menschen unterkommen können.

Wie viele Asylbewerber nach Viersen kommen, ist auch für die zuständigen Mitarbeiter in der Verwaltung schwer einzuschätzen. Etwa 22 Prozent der Flüchtlinge, die Deutschland erreichen, werden nach Nordrhein-Westfalen geschickt und von den Bezirksregierungen auf die Städte und Gemeinden verteilt.

Wie viele Menschen in den kommenden Monaten nach Viersen geschickt werden, kann die Stadt kaum vorhersagen. Die zuständigen Mitarbeiter erklären, dies könne sich von Tag zu Tag ändern.

Die Asylbewerber erhalten etwas weniger Geld als Hartz-IV-Empfänger, für eine alleinstehende Person bis zu 354 Euro. Sie werden in bar oder als Sachleistungen ausgezahlt. Die Kosten für die Unterkunft werden ebenfalls von staatlichen Stellen bezahlt. So lange unklar ist, ob die Asylbewerber in Deutschland bleiben können, können sie sich eine geringe Summe dazu verdienen – beispielsweise für Hausmeistertätigkeiten in den Asylbewerberunterkünften. Darüber hinaus dürfen sie nicht arbeiten.

(con)