In Schule in Viersen können Schüler Roboter bauen

Dülken : Roboter-Bauen in der Schule

In der Roboterwerkstatt der Theodor-Frings-Schule in Dülken programmieren Schüler die Maschinen unter der Leitung von Gunter Fischer. Das Ergebnis von Praxis und Theorie.

„Das müsste jetzt funktionieren“, sagt Jonas und lässt seine Augen nochmals über die einzelnen Programmierungsbausteine auf dem Bildschirm des Laptops schweifen, die in ihrer Gesamtheit eine Vorgabe für den Lego-Mindstorms-Roboter ergeben, der auf dem Tisch steht. Was der 16-jährige Schüler der Theodor-Frings-Privatschule gerade gemeinsam mit seinem Klassenkamerad Moritz programmiert hat, soll nun in der Praxis getestet werden.

Der Roboter setzt sich in Bewegung, exakt an der Linie der beiden weißen Papierblätter, die auf dem schwarzen Tisch befestigt sind. An den Ecken biegt die Maschine korrekt ab und fährt die langen und kurzen Seiten weiter bis zum nächsten rechteckigen Winkel. Das Lob für die gelungene Arbeit vom betreuendem Lehrer Gunter Fischer, dem ehemaligen Leiter des Dülkener Clara-Schumann-Gymnasiums, bleibt nicht aus.

„Man kann das Ganze jetzt verfeinern. Jetzt bestimmt der starke Kontrast zwischen schwarz-weiß den Fahrweg des Roboters. Eine feine andersfarbige Linie werden, würde die Programmierung komplexer gestalten“, sagt Fischer. Eine Anregung, die die beiden Schüler wieder an den Laptop zieht. Aber nicht nur hier wird getüftelt.

Adem, Henry und Jan haben einem weiteren Roboter einen Hebearm angebaut und möchten diesen nun so programmieren, dass er kleine bunte Legostein-Blöcke erkennen, mit dem Arm hochheben und transportieren kann.

Einmal in der Woche gehen sieben Schüler – fünf Jungen und zwei Mädchen – im Rahmen des Differenzierungsunterrichtes für eine Doppelstunde in die Roboterwerkstatt. Angeleitet werden sie von Fischerim vergangenen Jahr an die Theodor-Frings-Schule herangetreten ist nachgefragt hatte, „ob Interesse an einer Zusammenarbeit bestünde“, so der Dülkener. Er  möchte uch nach seiner Pensionierung weiterhin Wissen vermitteln.

Schulleiterin Christa Heyer war begeistert. Gerade die MINT-Fächer sind der Schule wichtig. „Uns schwebte schon seit längeren ein zusätzliches Angebot in Sachen Informatik im Differenzierungsbereich vor. Mit Gunter Fischer konnten wir es mit Beginn des Schuljahres 2018/19 umsetzen“, sagt Heyer. Die Roboterwerkstatt wurde ins Leben gerufen. In diesem Unterrichtsfach geht es nicht nur um die theoretische Wissensvermittlung zur Programmierung, sondern auch um die praktische Umsetzung des Wissens. „Die Schüler erleben das, was sie programmieren. Sie sehen durch den praktischen Teil sofort, wenn Fehler aufgetreten sind und können entsprechend daran arbeiten“, sagt Fischer. Dank der Unterstützung des schuleigenen Fördervereins konnten Smartboard, Laptops und „Lego Mindstorms education“ angeschafft werden, so dass einem hochmodernen Unterricht nichts im Wege steht.

Gearbeitet wird immer in Zweier- und Dreierteams, denn auch das Arbeiten im Team ist im Bereich Technik wichtig.

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