Regenerative Energie in Niederkrüchten Grüne wollen Windräder in kommunalem Eigentum

Niederkrüchten · Im Energie- und Gewerbepark Elmpt sind neue Windräder geplant. Doch das ausgeweitete Vogelschutzgebiet erschwert die Genehmigung. Jetzt schlagen die Grünen alternative Windräder in kommunaler Hand vor.

 Die Grünen denken an gemeindeeigene Windräder (hier in Sonsbeck) entlang der A52 zwischen Elmpt und Grenze.

Die Grünen denken an gemeindeeigene Windräder (hier in Sonsbeck) entlang der A52 zwischen Elmpt und Grenze.

Foto: Andreas Krebs / Jana Bauch

(hb) Die Grünen-Fraktion stellt einen Prüfauftrag an die Verwaltung, in Niederkrüchten Windkraftanlagen in kommunaler Hand zu errichten. Ein möglicher Standort könnte entlang der A52 von der Ausfahrt Elmpt bis zur Grenze sein. Der Antrag steht auf der Tagesordnung für die Sondersitzung des Rates am 22. Februar und soll dann zur Beratung in den Ausschuss für Planung, Verkehr und Grundstücksangelegenheiten verwiesen werden.

Grünen-Fraktionsvorsitzende Anja Degenhardt begründet den Antrag mit zwei Anliegen: Die aktuell vorhandenen Windkraftanlagen sowie auch die auf dem ehemaligen Flughafen geplanten Anlagen werden von Investoren betrieben. Die monetäre Wertschöpfung gehe am Gemeindehaushalt und damit an den Bürgern vorbei. Der zweite Grund liegt in der Unsicherheit, ob die auf dem Flughafen geplanten Windräder nach der Ausweitung des Europäischen Vogelschutzgebietes noch genehmigt werden können. „Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Windräder dort nicht möglich sind“, sagt Degenhardt. Da aber Windkraft als regenerative Energie für den Klimaschutz wichtig ist, müsse man frühzeitig nach Alternativen suchen, um am Ende nicht mit leeren Händen da zu stehen.

Die Grünen haben auch schon mögliche Flächen im Blick, sind aber auch offen für andere Vorschläge. Eine Option wäre die  Schneise der A52. „Hier hat der Wald auf mehreren Kilometern parallel zur Trasse deutlich an ökoligischer Qualität eingebüßt“, heißt es im Antrag der Grünen. Schon in ihrer Haushaltsrede fragte Degenhardt, warum die Windkraftanlagen auf dem Flughafen gebaut werden müssten? Dort verdienten der Bund als Flächeneigentümer und die Investoren daran. In Schwalmtal gehe man den kommunalen Weg. Kämmerin Marietta Kaikos schlug schon 2017 vor, neue Erträge im Bereich der Windkraft zu realisieren, „um die Lücke im Haushalt zu schließen“.

(hb)
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