In der Fußgängerzone in Brüggen hat wieder der Burgi-Spargelmarkt stattgefunden

Burgi-Spargelmarkt : Ein Spaziergang über den Spargelmarkt

Der Spargelmarkt der Burgi-Bauern füllt zur Erntezeit die Brüggener Fußgängerzone. Für das weiße Gold vom Niederrhein reisen ganze Busgruppen an. Der Spargel-Schäl-Wettbewerb durfte auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Zum Brüggener Burgi-Spargelmarkt drängten sich die Menschen durch die Brüggener Fußgängerzone. In den Cafés und Restaurants herrschte Hochbetrieb. Das Wetter hatte sich dem Spargel, dem weißen Gold vom Niederrhein, angepasst. „Wir kommen regelmäßig zum Spargelmarkt. Wir verbinden das jedes Mal mit Spazierengehen“, sagen Wilhelm und Doris Granderath aus Mönchengladbach-Venn. „Wir kaufen die etwas dickeren Stangen und bereiten sie ganz normal mit Butter zu und essen sie mit Kartoffeln und gekochtem Schinken – vielleicht noch Sauce Hollandaise dazu.“

An der Schälmaschine standen die Leute Schlange. Die Moerser Tobies Siegmund und Nicole Groß kamen mit einer Busreisegesellschaft das erste Mal zum Burgi-Spargelmarkt nach Brüggen. Sie kauften gleich drei Kilogramm Spargel. „Bei uns kommen Kartoffeln dazu, ein Schnitzel oder gekochter Schinken“, sagten sie Ein Kilo Spargel kauften die Lobbericher Heinz-Willi Schatten und Ehefrau Gaby. „Die Menge reicht für zwei Personen. Wir essen Spargel mit Kartoffeln und Schweinebraten“, berichteten sie.

Spargel richtig schälen muss gelernt sein: In der ersten Runde zum Spargel-Wettschälen war Brüggens Bürgermeister Frank Gellen (CDU) der Schnellste. „Meine Schwiegereltern hatten einen Spargelanbau“, sagt er. Zu den Spargelschälern gehörte auch der achtjährige Ben Helmich. „Das ist der jüngste Spargelschäler dieses Wettbewerbs in der Geschichte des Spargelmarktes“, meint Spargelanbauer Paul Brinkman. Ben Helmich nahm sein geschältes Kilo Spargel mit nach Hause. „Dann freut sich bestimmt deine Familie über ein leckeres Gemüse“, sagte Ingrid Brinkman, Mitinitiatorin des Spargelschälens. Sie erklärte, wie Spargel richtig geschält wird: „Die Spargelstange liegt in der linken Hand. Und drei Zentimeter unterhalb des Kopfes, das Spargelmesser nach unten ziehen und drehen oder bei kleinen Händen auf den Tisch legen und ziehen.“

Bereits zum dritten Mal war die niederländische Spargelbruderschaft in der Burggemeinde zu Gast: die Confrérie de L’Asberge Limbourgondië. Dass sie dem Spargel gewidmet ist, hat einen besonderen Grund. Sie fördert und verbessert in ihrer Region vor Ort den Spargelanbau, verfeinert die Zubereitungsmethode und wirbt für seinen Konsum. „Und wir essen gerne Spargel“, verriet ihr Sekretär Karel van den Randen. Die Bruderschaft, die bereits Künstler, Politiker und auch Bürgermeister Gellen ausgezeichnet hat, nahm den 69-jährigen Klaus Schmitz als langjährigen Vorsitzenden und Marktmeister der IG Lebendiges Brüggen und Mitbegründer des Spargelmarktes in ihre Bruderschaft auf. Ihr Vorsitzender Pieter Smits, mit seiner Spargelkönigin Angela Habraken an seiner Seite, fragte Klaus Schmitz: „Essen Sie fünf Kilogramm Spargel im Jahr?“ Darauf antwortete er: „Mehr.“ Klaus Schmitz musste nun ihren Wahlspruch aufsagen: „Ich esse Spargel bis auf den letzten Punkt.“ Er erhielt ihre Vereinsmedaille mit Urkunde und durfte sich in das Ehrenbuch eintragen.

Auch der Burgi, die siebenjährige Sophie Engels, durfte beim Burgi-Spargelmarkt nicht fehlen. Sie führte Kinder zum extra angelegten Spargelbeet und zeigte ihnen, wie er gestochen wird. Der Verkauf des Spargels lief gut. „Viele kaufen den besten Spargel, die Leute gönnen sich wieder etwas“, sagte Simone Moitzheim am Verkaufsstand von Paul’s Spargel. Der Weinhändler Stefan Küveler empfahl zum Spargelessen einen Silvaner. Denn der Experte wusste: „Der Wein harmoniert sehr gut mit dem Spargel.“