Viersen: Hundesteuer steigt um 16 Prozent

Viersen: Hundesteuer steigt um 16 Prozent

Die FDP spricht sich eindeutig gegen den Wunsch von Bürgermeister Günter Thönnessen zur Erhöhung der Hundesteuer in Viersen aus.

In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses kündigte der Verwaltungschef in einer Tischvorlage an, dass er zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes ab dem 1. Januar die Hundesteuer um 16 Prozent erhöhen wolle. Für den ersten Hund steigt die Steuer von jährlich 86 auf 100 Euro, bei zwei Hunden klettert sie von 104 auf 120 Euro pro Tier, ab drei Hunden müssen statt 123 Euro künftig jeweils 144 Euro gezahlt werden.

Kämmerer Norbert Dahmen erwartet eine Mehreinnahme von 80 000 Euro. Der finanzpolitische Sprecher im Ausschuss und Fraktionsvorsitzender der FDP, Stefan Feiter, erteilte dieser Steuererhöhung im Namen seiner Fraktion eine deutliche Absage. "Mit unserer Zustimmung gibt es keine Hundesteuerhöhung", gab der Liberale das Stimmungsbild aus der Fraktionssitzung zu der beabsichtigten Steuererhöhung wieder. Der Weg zur Konsolidierung des Haushaltes kann nach Meinung der FDP nicht durch Steuererhöhung, sondern nur durch stringentes Sparen erreicht werden.

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Die Hundesteuer war einmal dazu eingeführt worden, die wachsende Anzahl von Hunden in den Städten zu regulieren und somit zu beschränken. Nach Meinung der FDP ist das Bild von Haustieren und hier ganz speziell von Hunden heute ein ganz anderes. Fraktionsvorsitzender Feiter: "Der Hund ist (Lebens-)Partner eines oder mehrerer Menschen. Gerade die Menschen, die im Alter am Existenzminimum leben, haben als einzigen beständigen Bezugspunkt ihren geliebten Hund. Sie geben ihr letztes Geld für das Futter und die tierärztliche Versorgung aus. Dann kann es doch nicht sein, dass die Hundesteuer grundsätzlich und hier im Speziellen um 16 Prozent erhöht werden soll, nur um den städtischen Haushalt zu sanieren."

(jon)
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