Hariksee leidet unter Algen und Verlandung

Niederkrüchten/Schwalmtal : Hariksee leidet unter Algen und Verlandung

(busch-) Die wuchernde Wasserpest-Pflanze und die zunehmende Verlandung des Hariksees –- das sind zwei Themen, die Thomas Schulz, Geschäftsführer des Schwalmverbands, zurzeit beschäftigen. Und so wie es aussieht, werden sie nicht schnell erledigt werden.

„Wir befinden uns in Gesprächen mit den beiden Eigentümern des Brempter Sees und des Hariksees“, erläuterte Schulz im Ausschuss für Bauen, Planen und Verkehr in Niederkrüchten. Einzelheiten seien noch zu klären, ehe der Schwalmverband handeln kann. Eine Aussage, die bei Johannes Wahlenberg (CDU) nicht gut ankam. Er erinnerte an einen CDU-Antrag von 2016. Und noch immer sei nichts passiert.

Gegen die Wasserpest gebe es zwar viele Methoden, aber nur wenige, die auf Dauer Erfolge versprächen, erläuterte Schulz. Der Einsatz von Pestiziden sei unmöglich. Das regelmäßige Mähen der Pflanze würde diese nur kürzen. Auch ein Austrocknen des Sees sei nicht möglich. Zwar seien in anderen Seen Fressfeinde wie Rotfedern benutzt worden. Aber um der Plage dauerhaft Herr zu werden, müssten „Tonnen Fische“ eingesetzt werden.

Harik- und Brempter See sind künstlich angelegt, die Schwalm durchfließt sie. Das Problem: Wegen der geringen Fließgeschwindigkeit lagern sich Sedimente ab. Für den Brempter See hat der Verband eine Lösung gefunden. Danach soll ein Teil des Sees weiter verlanden. „Dort soll auf Dauer wieder die Schwalm als Fließgewässer ein natürliches Gewässerbett ausbilden“, so Schulz. Im unteren Teil des Weihers bei der Brempter Mühle soll ein Teil als Weiher erhalten bleiben, woraus bei Bedarf Sedimente entnommen werden. Durch Sedimententnahme aus dem Vorbecken des Hariksees beim Inselschlösschen soll es wieder das Sediment vor dem Hariksee aufnehmen.

(busch-)
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