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Viersen: Händler wollen einbezogen werden

Viersen : Händler wollen einbezogen werden

IHK-Studie zum Stadtmarketing: Viersener Unternehmer sind mit der Zusammenarbeit im Durchschnitt zufrieden.

Der Viersener Werbering und die zwei Immobilien- und Standortgemeinschaften sind im Durchschnitt mit der Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing zufrieden. Kritischer sehen allerdings die Initiativen in den Ortsteilen das Miteinander. Das ist das Ergebnis der Studie "Stadtmarketing im interkommunalen Vergleich", die die IHK Mittlerer Niederrhein initiiert und mit der IAW GmbH an der Hochschule Niederrhein erarbeitet hat.

Das Stadtmarketing in Viersen ist Teil des Fachbereichs Wirtschaftsförderung und mit drei Mitarbeitern ausgestattet. 65 Prozent der personellen Kapazität werden für die Förderung der Viersener Innenstadt mit Schwerpunkt Einzelhandel investiert, fünf Prozent für die Vermarktung einzelner Stadtteile.

Als sehr positiv bewertet das Stadtmarketing Viersen die Zusammenarbeit mit dem Werbering und den Immobilien- und Standortgemeinschaften. Unterstützt werden die Händler seitens der Stadt laut Studie durch eine Bonusregelung bei den Parkgebühren und die Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung.

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Im Werbering Viersen aktiv ist der Leiter der Wirtschaftsförderung automatisch Vorstandsmitglied. "Das spricht grundsätzlich für eine gute Kommunikationskultur zwischen Verwaltung und Handel", erklärt IHK-Geschäftsführer Andree Haack. "Und dennoch scheint man dies in den Stadtteilen etwas differenzierter zu sehen."

Die Stadt sollte einzelne Kritikpunkte mit den Unternehmerinitiativen besprechen, rät Haack. So bemängeln die Händler, dass sie in Verkehrsfragen nicht einbezogen werden und die Stadt die Probleme Sauberkeit und Sicherheit nicht zufriedenstellend bewältigt. "Zu unseren Handlungsempfehlungen zählen daher eine frühzeitige Einbindung der Werbegemeinschaften in Verkehrsfragen und ein regelmäßiger Austausch zu den Themen Sauberkeit und Sicherheit", erläutert der Geschäftsführer. Die Verwaltung hat bei der Vorstellung der Studie bereits signalisiert, diese Anregungen ernst zu nehmen.

"Das Stadtmarketing ist für viele Städte und Gemeinden ein bedeutendes Thema und gehört längst zur geübten kommunalen Praxis", erklärt Haack. Allerdings seien die finanzielle und die personelle Ausstattung von Kommune zu Kommune ebenso unterschiedlich wie die Organisation und die inhaltliche Ausrichtung. "Deshalb haben wir genau hingeschaut. Die Studie zeigt, wo es gut, wo es nicht so gut läuft und was verbessert werden sollte." Schließlich stehe das Stadtmarketing vor großen Herausforderungen.

"Die zunehmenden Handlungsanforderungen an das Stadtmarketing gehen mit sinkenden finanziellen Kapazitäten der Städte einher", so der Geschäftsführer. Umso wichtiger sei es, das Engagement der vielen privaten Akteure wie Händler, Dienstleister, Eigentümer und Investoren zu nutzen und gemeinsam mit ihnen kooperativ zusammenzuwirken. "Schließlich prägen funktionierende Zentren das Image der Kommune über die Stadtgrenzen hinaus. Und dazu sollten alle Akteure ihren Teil beitragen."

(RP/rl)