Schwalmtal: Grundstein für Haus IV gelegt

Schwalmtal: Grundstein für Haus IV gelegt

Die Residenz im Park in Waldniel wächst weiter: Gestern wurde der Grundstein für das Haus Residenz IV gelegt. 15 seniorengerechte Eigentumswohnungen entstehen dort, Ende 2011 soll der Bau fertig sein.

Es ist ein Erfolgskonzept, das Seniorenwohnen in der Residenz im Park in Waldniel. Und die Nachfrage nehme nach wie vor kein Ende, bestätigte Investor Hans Wilhelm Janissen-Brass gestern bei der Grundsteinlegung für den vierten Bau auf dem Gelände der Residenz. Insgesamt werden 15 Eigentumswohnungen dort entstehen, jede rund 60 Quadratmeter groß, mit Balkon oder Terrasse versehen. Alle Wohnungen sollen technisch auf dem neuesten Stand sein, "besonders, was das Energetische betrifft", so Janissen-Brass. Über die Biogasanlage in Krinsend und das angeschlossene Blockheizkraftwerk neben der Turnhalle an der Dülkener Straße soll auch Haus IV mit Wärme aus der Anlage versorgt werden – wie es bereits bei den Häusern I und III der Fall ist. "Dadurch liegen die Heizkosten für die Wohnungen zehn Prozent unter dem aktuellen Gaspreis", erklärt der Investor.

Wohnungen "für später"

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Der Neubau koste rund zwei Millionen Euro, ebenso viel werde auch der Bau von Residenz V kosten, der bereits in Planung ist. Mit dem fünften Haus auf dem Gelände solle dann aber auch Schluss sein, sagt Janissen-Brass, "in zwei Jahren ist das hier durch." Er rechnet mit einer Bauzeit von zwölf bis 14 Monaten, spätestens im Dezember 2011 sollen die ersten Bewohner einziehen können. Wie auch bei den vorherigen Häusern kauften nicht nur ältere Leute die Wohnungen für sich selbst, um sofort einzuziehen. Manche kauften, um "für später" eine Wohnmöglichkeit zu haben, wenn die Kräfte nachlassen und das eigene Haus zu groß wird. Andere kauften eine Wohnung als Geldanlage und vermieteten weiter. Mietwohnungen entstehen derzeit auch im alten Schwesternwohnheim auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses. Dort werden 15 Wohnungen renoviert.

Gegen das vierte Haus hatten Anwohner der Schillerstraße nach Bekanntwerden der Planungen im Frühjahr eine Sammelbeschwerde eingelegt, da sich ihrer Ansicht nach der würfelförmige Bau nicht in die "Eigenart der näheren Umgebung" einfüge. Der Planungsausschuss der Gemeinde Schwalmtal stellte das gemeindliche Einvernehmen mit dem Vorhaben in Aussicht – aus baurechtlichen Gründen: Da für das Gelände kein Bebauungsplan vorlag, darf laut Baugesetz dort so gebaut werden wie in der Umgebung. Der Städte- und Gemeindebund gab der Gemeinde in einer Stellungnahme recht: Nicht nur die Bebauung in unmittelbarer Nachbarschaft müsse als erheblich angesehen werden, sondern auch die in der weiteren Umgebung des Baugrundstücks, "soweit sie noch prägend auf das selbe einwirkt". Im Vergleich zu Residenz II, einem höheren Haus an der Schillerstraße und dem Altenheim füge sich "das Vorhaben auch im Hinblick auf seine Höhe in die nähere Umgebung ein".

(RP)