Viersen: Grünes Licht für Viersener Kanal-Check

Viersen : Grünes Licht für Viersener Kanal-Check

Die Niederrheinwerke Service dürfen Dichtheitsprüfungen der privaten Abwasserleitungen durchführen. Mit dieser Klarstellung antwortete die NRW-Landesregierung jetzt auf eine so genannte Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Dietmar Brockes.

Der hatte im November 2010 die Rechtmäßigkeit des Angebots durch das Viersener Versorgungsunternehmen in Frage gestellt. Laut Landesregierung sind die Prüfungen "als Bestandteil der Abwasserbeseitigung anzusehen. Es handelt sich somit um eine so genannte nichtwirtschaftliche Betätigung". Das Angebot sei "kommunalaufsichtlich nicht zu beanstanden".

Seit Herbst vergangenen Jahres bieten die Niederrheinwerke die Überprüfung der Abwasserkanäle als Dienstleistung für Privathaushalte in der Kreisstadt an. Hintergrund: Ein Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen verpflichtet jeden Grundstücksbesitzer, seinen privaten Abwasserkanal auf Dichtheit kontrollieren zu lassen.

Nach Schätzungen von Experten ist davon auszugehen, dass der Abwasserkanal bei mehr als der Hälfte der Haushalte in Viersen undicht ist — mit gravierenden Folgen für die Umwelt. Albrecht Mensenkamp, Geschäftsführer der Niederrheinwerke Service: "Wir haben jahrzehntelange Erfahrung mit der kommunalen Abwasserentsorgung in Viersen. Deshalb glauben wir, dass wir auch der optimale Partner für die anstehende Dichtheitsprüfung bei Privatkunden sind." Die Niederrheinwerke führen allerdings nur die reine Kontrolluntersuchung durch. Die eventuell notwendigen Sanierungsmaßnahmen an privaten Abwasserleitungen werden von dem Versorgungsunternehmen nicht angeboten. Mensenkamp: "Im Vergleich zur Dichtheitsprüfung wird mit der Sanierung ungleich mehr umgesetzt. Hier mischen wir uns nicht ein, diese Umsätze verbleiben voll und ganz beim Handwerk."

(RP)
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