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Grünen-Antrag für Tablet-Kauf verschoben

Bildung in Schwalmtal : Grünen-Antrag auf Tablet-Kauf verschoben

Schwalmtalls Grüne haben beantragt, für Schüler Tablets zu kaufen. Der Antrag wurde in die nächste Ausschusssitzung verschoben. Die Gemeinde will abwarten, bis eine mögliche Förderung durch den Bund klar ist.

Schwalmtaler Schüler werden vorerst keine digitalen Endgeräte erhalten, um besser für Home-Schooling während der Corona-Pandemie ausgestattet zu sein. Dies hatte die Bündnisgrünen  beantragt, weil nicht jeder Haushalt über die notwendigen Geräte verfüge.  Die Ratsmitglieder beschlossen jetzt einstimmig, die Entscheidung zu dem Thema auf die für den 8. September geplante nächste Sitzung zu vertagen. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Um den Bedarf bei den Kindern und Jugendlichen zu klären, sollte die Verwaltung bei den Schule anfragen. Doch sie hat noch nicht alle Antworten erhalten, wie Thomas Höpfner, Leiter des Fachbereichs Schulen, erläutert. Für die Janusz-Korczak-Realschule wurden 44 fehlende Endgeräte gemeldet; neun davon für die Dependance in Niederkrüchten. An der Gemeinschaftsgrundschule Waldniel fehlen 78 Endgeräte, an der Hauptschule „Europaschule“ hundert. Für die Grundschule Amern werden elf Geräte gebraucht, wie eine Umfrage unter zwei Dritteln der Eltern ergab. Für das  St.-Wolfhelm Gymnasium fehlen 30 Endgeräte.

„Die mobilen Endgeräte – entweder Tablets oder Notebooks – werden dem einzelnen Schüler nicht persönlich zur Verfügung gestellt“, erläutert Höpfner. Sie werden, ähnlich wie Bücher, über die Schule ausgeliehen.

De Gemeindeverwaltung will jetzt zunächst abwarten, wie es mit der Förderung der Bundesregierung aussieht: Sie will über ein Sofortprogramm insgesamt 500 Millionen für digitalen Unterricht zur Verfügung stehen. „Noch wissen wir nicht, was das für uns in Schwalmtal bedeutet und wie viel Geld wir erhalten“, sagt der Leiter des Fachbereichs Schulen. Diese Mitteilung wolle man erst abwarten „Wir wollen nicht im Vorgriff agieren. Am Ende tun wir etwas, was sich im Nachhinein als förderschädlich erweist.“

Thomas Höpfner rechnet damit, dass die Gemeinde innerhalb der kommenden 14 Tage erfahren wird, wie viel Geld sie aus dem Fördertopf des Bundes erhalten wird. Sobald die Bedingungen feststehen, wolle sich die Verwaltung mit den Schulen über das weitere Vorgehen abstimmen.

(busch-)