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Grüne in Viersen fordern 190.000 Euro zusätzlich für mehr Photovoltaik

Klimaschutz in Viersen : Grüne fordern zusätzliche 190.000 Euro für mehr Photovoltaik

Vier weitere Anlagen sollen im kommenden Jahr auf städtischen Gebäuden installiert werden. Die Fraktionschefin sagt: „Das rechnet sich.“

Die Grünen beantragen zusätzlich 190.000 Euro für die Installation weiterer Photovoltaikanlagen bereitzustellen und die zwischenzeitlich weggefallene Stelle für das städtische Energiemanagement erneut zu besetzen. Die Fraktionsvorsitzende Martina Maaßen argumentiert mit der positiven Haushaltsbilanz der derzeit schon betriebenen zehn Anlagen auf städtischen Gebäuden – und der Notwendigkeit, mehr für den Klimaschutz zu tun: „Im vergangenen Jahr haben die stadteigenen Solaranlagen über 150 Prozent des Planwerts erreicht.“ Der Zugewinn für den städtischen Haushalt über eine Gesamtlaufzeit werde mittlerweile bezogen auf lediglich zehn Anlagen auf 864.000 Euro prognostiziert. Dem gegenüber stehe ein Investitionswert von nur 423.710 Euro. Maaßen: „Das bedeutet: Ohne jedes finanzielle Risiko und sehr kurzfristig könnte die Stadt ihren Beitrag für eine wesentlich größere Menge klimaschädlicher Treibhausgase durch den kräftigen Ausbau ihrer Photovoltaik-Kapazitäten erhöhen und damit den eigenen Anspruch unterstreichen, den der Rat in seinem Beschluss zu den Bürgeranregungen zur Ausrufung des Klimanotstands beschlossen hat.“

Von ursprünglich 14 vorgesehenen Anlagen seien lediglich zehn realisiert worden, kritisiert die Fraktionsvorsitzende der Grünen. Sie beantragt daher, die noch nicht errichteten vier Anlagen im kommenden Jahr in Betrieb zu nehmen und die Potenzialwerte für möglichst viele neue Photovoltaik-Anlagen an und auf städtischen Dächer und Fassaden sowie auf Freiflächen zügig zu ermitteln. Dafür fehle allerdings eine Stelle in der Verwaltung, nachdem im Vorjahr der städtische Energiemanager als „Klimaschutzmanager“ mit anderen Aufgaben betraut wurde. Maaßen: „Für die Aufgabe, den städtischen Energieverbrauch zu senken und das Eigenstromkonzept zum Beispiel mit Photovoltaik umzusetzen, braucht es unbedingt eine spezialisierte Fachkraft, die den Klimaschutzmanager unterstützt.“ Sie ist sich sicher: „Es wäre ein Signal in Richtung der für Klima-Themen sensibilisierten Öffentlichkeit, die sich über die Weigerung den Klimanotstand in Viersen auszurufen, doch sehr gewundert hat.“