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Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst bei Brand in Krankenhaus in Viersen-Süchteln

Feuer in Viersen : Brand in Krankenhaus löst Großeinsatz aus

Feuer im Krankenhaus — sicherheitshalber gingen die Einsatzkräfte von einem „Massenanfall an Verletzten“ aus und bestellten ein Großaufgebot nach Süchteln. Dass es keine Verletzten gab und der Einsatz nach einer Stunde beendet werden konnte, war in erster Linie einer umsichtigen Pflegefachkraft zu verdanken.

Eine brennende Matratze im St.-Irmgardis-Krankenhaus in Viersen-Süchteln hat am Donnerstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst, die vorsorglich zunächst von einem „Massenanfall an Verletzten“ ausging. Mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten wurden alarmiert, auch aus benachbarten Kommunen. Verletzt wurde durch den Brand niemand. „Bei einer Patientin wurde der Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung festgestellt“, erklärte Stadtsprecher Frank Schliffke – dieser Verdacht erhärtete sich nach einer Untersuchung der Patientin im Krankenhaus aber nicht.

Eine Pflegefachkraft hatte schnell reagiert, die brennende Matratze aus dem Fenster geworfen und so Schlimmeres verhindert. Das Feuer war im Zimmer einer Patientin auf der Station B2 im Neubau des Krankenhauses ausgebrochen. „Durch die starke Rauchentwicklung im Raum wurde dieser in Mitleidenschaft gezogen“, erklärte eine Sprecherin des Krankenhauses. Die Station wurde geräumt, elf Patienten wurden innerhalb des St.-Irmgardis-Krankenhauses in eine andere Station verlegt.

Kurz nach 21.30 Uhr wurden die hauptamtliche Wache und die ehrenamtlichen Kräfte der Löschzüge Süchteln mit Hagenbroich und Dülken alarmiert. Der Löschzug Viersen rückte mit Sonderfahrzeugen an, außerdem kam die Einsatzleitwagen-Gruppe zum Krankenhaus. Am Westring und am Busbahnhof Süchteln wurden Bereitstellungsräume für die Einsatzfahrzeuge gebildet. Die Wehr löschte die brennende Matratze und belüftete die betroffene Station. Nach rund einer Stunde war der Einsatz beendet.

Nachdem das Feuer in kürzester Zeit gelöscht und die Station rauchfrei war, nahm die Feuerwehr den Großalarm zurück. Einige der anrückenden Fahrzeuge kehrten noch auf der Anfahrt wieder um.

„Wir haben uns seit Jahren auf einen solchen Krisenfall vorbereitet“, berichtet Thomas Becker, Kaufmännischer Direktor des St.-Irmgardis-Krankenhauses. „Dazu gehört, dass wir einen mit der Feuerwehr abgestimmten Alarmplan haben.“ In dem seien Brandschutzordnung, Evakuierungsplan und Katastrophenplan integriert. „Alles hat einwandfrei in diesem Notfall funktioniert, dank der seit Jahren hervorragenden Abstimmung mit der Feuerwehr.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Großeinsatz am St.-Irmgardis-Krankenhaus in Süchteln